BITTERER PUNKTVERLUST GEGEN HSV HANNOVER

Vor 2678 Zuschauern kam der Handball Sport Verein Hamburg nicht über ein 25:25 (12:12)-Unentschieden gegen den Gast aus Hannover hinaus. Dabei erlaubte sich die von Torsten Jansen trainierte Mannschaft den Luxus, eine Sechs-Tore-Führung noch aus der Hand zu geben.

Der Trainer bemängelt die fehlende Geduld
Auf der Pressekonferenz nach der Partie brachte es Trainer Torsten Jansen auf den Punkt: „Wir haben mit der Führung im Rücken zu schnell den Abschluss gesucht und nicht mehr geduldig genug agiert. Das ist uns in Rostock die Woche zuvor wesentlich besser gelungen. Leider ist meinen Jungs dadurch auch der Rhythmus verloren gegangen und unter dem Strich geht die Punkteteilung sogar in Ordnung.“

In der 37. Minuten führten die Gastgeber, die sich nach einer schwachen ersten Halbzeit deutlich gesteigert hatten, schon mit 19:13. Bis zum 22:17 durch Kevin Herbst eine Viertelstunde vor dem Ende schienen die Hamburger auf den sechsten Saisonsieg zu zusteuern. Doch – und das hatte sich bereits in Halbzeit eins angedeutet- ließen sich die Hannoveraner nicht aus der Ruhe bringen. Die von Stephan Lux trainierte Mannschaft agierte über 60 Minuten mit einem siebten Feldspieler. Mal funktionierte es schlechter und so gelangen Torhüter Dominik Plaue auch zwei Treffer aus dem eigenen Wurfkreis heraus ins leere HSV-Gehäuse, mal funktionierte es aber auch besser. Und die besten Phasen hatten sich die Gäste eindeutig für das Ende aufgespart.

Schlussphase steht ausschließlich im Zeichen von Hannover
In den letzten Minuten schien den Hausherren im wahrsten Sinne der Sprit auszugehen. Die Gäste holten Tor um Tor auf und erwiesen sich nun als der erwartet unangenehme Gegner. Beim 23:21 (51.) nahm Jansen eine Auszeit, um sein Personal auf die finalen Minuten vorzubereiten. Doch mehr als die Tore durch Herbst und Leif Tissier sollten die Gastgeber nicht mehr zustande bringen. Ein verworfener Tempogegenstoß von Tissier, der nur die Latte traf, sowie das finale Überzahlspiel wenige Sekunden vor dem Abpfiff waren nicht mehr von Erfolg gekrönt. „Wir haben immer an unsere Chance geglaubt und sind letztlich dafür auch belohnt worden“, freute sich Hannovers Coach Lux hinterher.

Für das Jansen-Team bleibt jetzt nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn bereits am kommenden Sonntag steht das schwere Auswärtsspiel beim Tabellendritten Mecklenburger Stiere Schwerin auf dem Programm. Dafür wird man sich jetzt in der Woche intensiv vorbereiten, um diese schwere Hürde meistern zu können.

Handball Sport Verein Hamburg – HSV Hannover 25:25 (12:12).
Handball Sport Verein: Plaue (2), Peveling – Tissier (2), Weller (2), Ossenkopp (3/2), Axmann, Kohnagel, Fuchs (3), Ehlers, Forstbauer (5), Rix (3), Mehrkens, Herbst (5).
HSV: Heuer, Lange – Grujic, Harig, Benckendorf (1), Forst, Brandes (1), Klages, Mazic (5), Muscheiko (3), Quedenbaum (5/1), Schenker (5/2), Mbanefo, P. Müller (5).