Nächster Halt: Kiel. Der Handball Club Hamburg befindet sich mitten in seiner 24-tägigen Phase aus Auswärtsspielen. Nach der knappen Niederlage beim TBV Lemgo Lippe geht es für den HCH an diesem Sonntag gegen den THW Kiel.
Kiel mit neuem Cheftrainer
Der deutsche Rekordmeister beendete die vergangene Spielzeit nur auf Tabellenplatz sechs und verpasste damit zum ersten Mal seit 33 Jahren das internationale Geschäft. Die Folge: Cheftrainer Filip Jícha musste seine Koffer packen. Mit Børge Lund löste ihn ein ehemaliger Teamkollege beim THW ab. Der 47-jährige Norweger trug von 2007 bis 2010 das Trikot der Zebras, gewann an der Seite seines Vorgängers drei deutsche Meisterschaften, zwei DHB-Pokalsiege sowie die EHF Champions League. Nach sechs Jahren beim norwegischen Topklub Elverum Håndball folgte schließlich die Rückkehr nach Kiel.
Mit Bence Imre (Rechtsaußen), Mykola Bilyk (Rückraum) und Magnus Landin (Linksaußen) haben den THW unterdessen drei prominente Spieler verlassen.
Hochkarätige Verstärkung für die Zebras
Demgegenüber stehen auf der Zugangsseite mit Julian Köster und Domen Makuc echte Hochkaräter. Beide sind Jahrgang 2000, verjüngen den Rückraum nicht nur, sondern verfügen auch über unbestrittene Qualitäten. Makuc liegt mit 50 Toren auf Rang drei der Torschützenliste. Hinzu kommt mit DHB-Nationaltorhüter Andreas Wolff ein Europameister und Olympia-Silbermedaillengewinner mit bereits 209 Spielen im Dress der Zebras.
Trotz eines schweren Auftaktprogramms, unter anderem gegen die SG Flensburg-Handewitt und den SC Magdeburg, setzte es bislang lediglich gegen den SCM eine Niederlage. Macht Tabellenplatz drei für den THW – nur einen Zähler hinter Tabellenführer Magdeburg.
HCH will Außenseiterchance nutzen
Den Handball Club Hamburg – um Kapitän Elias Kofler – erwartet also eine mehr als schwere Aufgabe. Der direkte Vergleich spricht klar für die Zebras. Und doch macht die letzte Begegnung in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins Hoffnung. In einer hochspannenden Partie schnupperten die Hamburger dank einer starken Aufholjagd sogar am Sieg, lagen in der 54. Spielminute noch mit 23:25 in Front und mussten sich letzten Endes nur ganz knapp mit 27:25 geschlagen geben.
Dass die jüngste Mannschaft der Liga an einem guten Tag über ihren Kampfgeist und ihre Moral auch den großen Mannschaften Schwierigkeiten bereiten kann, bekam auch die SG Flensburg-Handewitt am fünften Spieltag dieser Saison zu spüren. Mit genau dieser Energie will das Team von Cheftrainer Torsten Jansen die Außenseiterrolle nutzen, um dem deutschen Rekordmeister alles abzuverlangen.
Anwurf in der MERKUR Ostseehalle ist am Sonntag um 15:00 Uhr. Zu sehen gibt es die Partie gegen den THW Kiel wie immer live und auf Abruf bei Dyn – dieses Mal zudem kostenlos im Dyn Sportmix sowie auf BILD.de und Welt TV.
Einar Olafsson: „Wir alle wissen über die herausragenden Qualitäten des THW Kiel. Es ist das kleine Nord-Derby, daher wird jeder nochmal einen Prozentpunkt mehr auf die Platte bringen.“
Foto: © Fishing4 / Thorge Huter