HCH fordert Spitzenreiter – Hamburg unterliegt Flensburg mit 37:34

Der HANDBALL CLUB HAMBURG hat Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt lange gefordert, musste sich am Ende aber mit 37:34 geschlagen geben. Nach einem starken Start und einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung setzte sich die individuelle Klasse der Gastgeber im zweiten Durchgang durch.

20. September 2026

Der Handball Club Hamburg erwischte gegen die in der bisherigen Saison tadellose SG Flensburg-Handewitt einen Start nach Maß. Angeführt vom skandinavischen Block aus Einar Olafsson (1:1), Nicolaj Jørgensen (1:2) und Oliver Norlyk (1:3) gingen die Gäste schnell mit zwei Toren in Führung. Auch die Defensive machte ihre Aufgaben gut, ließ dem Flensburger Starensemble keine Luft zum Atmen. Bis in die zwölfte Spielminute hielt die Zwei-Tore-Führung des Handball Club Hamburg an, ehe Emil Jakobsen und Marko Grgić die Partie erstmals wieder ausglichen.

Aber die Mannschaft von HCH-Cheftrainer Torsten Jansen steckte nicht auf, hatte ihre Hausaufgaben gemacht und ging in der 20. Spielminute durch Nicolaj Jørgensens fünften Treffer erneut mit zwei Toren in Führung (10:12). Auch dank einer Überzahlsituation (25.) ließ die Heimmannschaft von Cheftrainer Aleš Pajović ihre individuelle Klasse immer mehr aufblitzen und übernahm die Führung und konnte sich erstmals an diesem Abend ein wenig absetzen. Lasse Møller erzielte quasi mit der Halbzeitsirene den 19:16-Pausenstand.

Flensburgs Klasse setzt sich durch

Nach dem Seitenwechsel pendelte sich die Partie bei einem Drei-Tore-Abstand ein. Frederik Bo Andersen erzielte das 21:18 (36.) – sein 686. Tor für den Handball Club Hamburg. Damit überholt der dänische Rechtsaußen Guillaume Gille und belegt nun den sechsten Platz in der ewigen Torschützenliste des HCH.

Bei den Hausherren überragte – neben Torhüter Simon Möller in der Defensive – offensiv allen voran Star-Neuzugang Aymeric Minne (zehn Feldtore). Der Franzose machte in der 38. Minute den Treffer zur erstmaligen Fünf-Tore-Führung des Favoriten (23:18). In der Folge egalisierten sich beide Mannschaften ein wenig. Nicolaj Jørgensen – mit 11 Toren bester Werfer der Hamburger – brachte den HCH per Siebenmeter nochmals auf vier Tore heran (54.). 

Defensiv fruchtete ein taktischer Torwartwechsel von Robin Haug (acht Paraden) auf Leon Nowottny direkt beim ersten Angriff. Der junge Torhüter nahm Nationalspieler Marko Grgić einen kräftigen Wurf weg, ehe Sommerneuzugang Nicolai Daling seinen ersten Treffer erzielte und nochmal auf 35:32 (55.) verkürzte. Beim Drei-Tore-Rückstand blieb es auch über die vollen 60 Minuten. Die SG Flensburg-Handewitt stellte ihre Offensivgewalt (vor dem Spieltag 36 Tore im Schnitt) einmal mehr unter Beweis und siegte am Ende mit 37:34.

Cheftrainer Torsten Jansen: „Für uns war es eine ordentliche Leistung gegen eine Mannschaft mit überragenden Spielern. Wir haben in der Anfangsphase sehr gut mitgehalten und konnten sogar in Führung gehen. Am Ende ist der Sieg der SG Flensburg-Handewitt aber verdient.“

Handball Club Hamburg: Haug (8 Paraden), Nowottny (3); Jørgensen (11 Tore / davon 1 Siebenmetertor), Geenen (5), Hovde (3), Norlyk (3), Gadza (2), Unbehaun (2), Kofler (2), Andersen (2), Schmidt (1), Axmann (1), Olafsson (1), Daling (1), Beyer, Hadzic