Vorbericht: Der HCH will gegen die Löwen den zweiten Heimspielsieg in Folge

Heimspielwoche: Am elften Spieltag der Opel Handball-Bundesliga empfängt der Handball Club Hamburg die Rhein-Neckar Löwen. Nach einem Auswärtsspielmarathon will der HCH vor heimischer Kulisse den zweiten Heimsieg in Folge feiern.

29. Oktober 2026

33 Tage sind seit dem letzten HCH-Heimspiel vergangen. Der letzte Auftritt in der Sporthalle Hamburg ist aber noch in guter Erinnerung: Mit einem 37:32-Erfolg über die HSG Wetzlar verabschiedete sich die junge Mannschaft von Cheftrainer Torsten Jansen in eine Serie von vier Auswärtsspielen in Folge. 

Die Löwen suchen ihre Form 

Die Rhein-Neckar Löwen, die 2016 und 2017 den Meistertitel gewannen, bleiben in dieser Saison bislang hinter ihren Erwartungen zurück. Nach dem Pokalaus in der zweiten Runde und vier Niederlagen aus den ersten acht Ligaspielen musste Cheftrainer Maik Machulla am 12. Oktober gehen. Sein Nachfolger Michel Abt, zuvor Co-Trainer, ist bereits der siebte Cheftrainer des Vereins innerhalb von sieben Jahren. 

Abt kennt den Klub bestens: Acht Jahre lang trug er selbst das Löwen-Trikot, schaffte den Sprung aus der Jugend in den Profikader und gehörte den Meistermannschaften von 2016 und 2017 an. 

Doch auch unter Abt blieb der Erfolg bislang aus: Auf eine knappe 36:37-Niederlage in Kiel folgte ein 23:31 gegen Magdeburg. Dabei steckt durchaus Potenzial im Kader. Nationaltorhüter David Späth ist wohl die größte Konstante in der aktuell formschwachen Mannschaft. Mit 133 Paraden in zehn Spielen liegt er ligaweit an der Spitze. Im Schnitt pariert Späth etwa jeden dritten Wurf. Im Angriff fehlt dagegen die Durchschlagskraft: Bei den erzielten Treffern belegen die Löwen entsprechend ihrer Tabellenposition auch in dieser Statistik lediglich Rang zwölf. 

Namhafte Neuzugänge 

Im Sommer hatten sich die Mannheimer noch namhaft verstärkt. Rückraumspieler Kentin Mahé kam vom VfL Gummersbach, um unter anderem die Abgänge von Sebastian Heymann und Mathias Larson aufzufangen. Auf Linksaußen übernahm der Schweizer Nationalspieler Niclas Mierzwa die Position von David Móré. Rechtsaußen Patrick Groetzki beendete im Alter von 37 Jahren seine Karriere und verabschiedete sich als Vereinslegende. 

Mit Marius Steinhauser kehrte zudem ein alter Bekannter aus Hannover zurück, der bereits von 2012 bis 2017 das Löwen-Trikot getragen hatte. Am Kreis ergänzt der 23-jährige Aaron Seesing den Kader. Mit dem Bergischen HC erreichte er in der vergangenen Saison das DHB-Pokalfinale. An Qualität mangelt es den Löwen also nicht – bislang gelingt es ihnen jedoch nicht, ihr Potenzial auf die Platte zu bringen. 

HCH will den Heimvorteil nutzen 

Ein Blick auf die Statistik der beiden Mannschaften dürfte dem HCH Hoffnung machen: 17 der 32 direkten Bundesliga-Duelle konnten die Hamburger für sich entscheiden. Das gelang ihnen auch beim letzten Aufeinandertreffen in der Sporthalle Hamburg. 

Zusätzliche Motivation dürfte die Aussicht auf einen Sprung in der Tabelle liefern: Mit einem Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen könnte der Handball Club Hamburg an den Mannheimern vorbeiziehen. Vor einer gut gefüllten Sporthalle Hamburg darf der HCH einmal mehr auf die lautstarke Unterstützung seiner Fans zählen. Mit ihnen im Rücken will die Mannschaft den zweiten Heimsieg in Folge feiern. 

Robin Haug: „Die gesamte Mannschaft freut sich riesig, endlich wieder vor heimischer Kulisse spielen zu können. Uns erwartet eine volle Halle, und wir wissen alle, wie viel eine mitreißende Atmosphäre ausmachen kann. Wir werden alles daransetzen, mindestens genauso viel Energie auf die Platte zu bringen, wie unsere Fans auf den Rängen für Stimmung sorgen.“