Revanche geglückt: HCH besiegt HC Elbflorenz Dresden in einem packenden Nervenkrimi mit 30:31 und steht im Achtelfinale des DHB-Pokals

Der HANDBALL CLUB HAMBURG löst das Ticket fürs Achtelfinale des DHB-Pokals. In einem bis zur letzten Sekunde spannenden Duell beim HC Elbflorenz Dresden setzt sich der HCH mit 30:31 durch und revanchiert sich damit für die Niederlage in der Vorsaison.

22. September 2026

Der HC Elbflorenz Dresden machte es dem Handball Club Hamburg wie erwartet von Beginn an schwer. Oliver Norlyk erzielte mit zwei starken Schlagwürfen aus dem Rückraum zunächst das 2:2 und nach einer Parade von Robin Haug das 2:3 – die erstmalige Führung der Hamburger (6.).

Bis zur zwölften Spielminute pendelte die Begegnung zwischen einer Ein-Tore-Führung beider Mannschaften und einem Remis. Robin Haug glänzte immer wieder mit herausragenden Aktionen (sechs Paraden in der ersten Halbzeit) und hielt den HCH in der Partie. Anschließend erspielten sich die Dresdner bis zur 14. Spielminute – auch bedingt durch eine Überzahlsituation – eine Drei-Tore-Führung (8:5).

Die Mannschaft von Cheftrainer Torsten Jansen kämpfte sich zwischenzeitlich wieder auf zwei Tore heran, kassierte dann aber mit der Halbzeitsirene das 18:14 – der Pausenstand.

Hamburg kämpft sich zurück

Nach dem Seitenwechsel fand Hamburg vor allem über den Kreis immer wieder Lösungen. Der neu auf die Platte gekommene Christian Schmidt (80 Prozent Wurfquote) fügte sich sehr gut ein, erzielte in den ersten Minuten direkt zwei Tore aus zwei Versuchen und führte den HCH damit in der 37. Spielminute per Tempogegenstoß wieder auf 21:19 heran.

In der Folge stand der Innenblock der Hamburger immer kompakter, arbeitete gut und ermöglichte der Offensive mehrere gute Gelegenheiten. Nach zunächst dreifachem Aluminiumpech erzielte Frederik Bo Andersen per schneller Gegenoffensive den Treffer zum 26:26-Ausgleich (52.) – dem ersten Remis seit der achten Spielminute.

Nowottny wird zum Matchwinner

Als der in der zweiten Halbzeit in die Partie gekommene Leon Nowottny in der 55. Spielminute dann den von Linksaußen eingesprungenen Julius Dierberg sehenswert parierte und Kaj Geenen von linksaußen im direkten Gegenangriff zur 28:29-Führung einnetzte, ballte die komplette HCH-Bank ihre Jubelfäuste. 

In der Crunchtime erwies sich der 21 Jahre junge Torhüter immer mehr als Schlüsselspieler. Wieder parierte Nowottny einen freien Wurf (57.) von Ivar Stavast. Das Momentum kippte schließlich endgültig zugunsten des Handball Club Hamburg, als Frederik Bo Andersen in der 58. Spielminute die erstmalige Zwei-Tore-Führung der Gäste erzielte (29:31).

Nervenkrimi bis zur letzten Sekunde

Die Schlussminuten entwickelten sich zu einem echten Nervenkrimi. 25 Sekunden vor Ende der Partie bekam der Zweitligist noch einmal die Gelegenheit auf den späten Ausgleich. Wieder war es Leon Nowottny (42 Prozent gehaltener Bälle) mit einer sensationellen Parade, der den frei aufs Tor zulaufenden Louis Bensch am späten Ausgleichstreffer hindern konnte. Somit gewinnt der Handball Club Hamburg eine denkwürdig spannende Begegnung gegen den HC Elbflorenz Dresden mit 30:31.

Die Revanche gegen die Sachsen ist dem Team um HCH-Kapitän Elias Kofler geglückt. Der Handball Club Hamburg steht im Achtelfinale des DHB-Pokals. Der Gegner für die Partie am 11./12. November wird erst noch ausgelost.

In der Opel-Handball-Bundesliga geht es derweil schon am Sonntag weiter. Um 18 Uhr empfängt der Handball Club Hamburg die HSG Wetzlar in der Sporthalle Hamburg. Dabei braucht die Mannschaft die volle Unterstützung ihrer Fans. Tickets gibt es noch hier zu kaufen.

Handball Club Hamburg: Haug (6 Paraden), Nowottny (5); Norlyk (8), Andersen (8, davon 1 Siebenmeter), Schmidt (4), Gadza (3), Kofler (2), Axmann (2), Hadzic (2), Geenen (1), Hovde (1), Olafsson, Beyer, Unbehaun (n.e.), Daling (n.e.), El-Shobaky (n.e)