Der Handball Club Hamburg startete, angetrieben von der lautstarken Heimkulisse, mit Wucht in die Partie. Ein im gesamten Spiel gut aufgelegter Oliver Norlyk ließ sich von der starken Stuttgarter Defensive nicht stoppen, kämpfte sich durch und machte den ersten Treffer des HCH zum 1:1 (3.). Als wenige Augenblicke später Torhüter Robin Haug einen freien Wurf von Linksaußen Kasper Thorsen Lien wegnahm (4.), ging es schnell. Noah Beyer nahm sich ein Herz und ließ einen los: Direkt die erstmalige Führung zum 2:1 – und die Halle war voll da.

HCH hält auch in Unterzahl kämpferisch dagegen
Auch von der anschließenden Unterzahlsituation ließ sich die Mannschaft von Cheftrainer Torsten Jansen nicht unterkriegen. Es entwickelte sich ein echter Kampf. Nach knapp zwölf gespielten Minuten war es einmal mehr Oliver Norlyk, der den Durchbruch durch die Mitte schaffte und mit seinem bereits dritten Treffer die Partie abermals ausglich (5:5).
Es blieb eine Partie auf Augenhöhe, in der beiden Mannschaften anzumerken war, wie wichtig ein Punktgewinn am zweiten Spieltag der Saison sein würde. Viel ging für den HCH über die Mitte, dieses Mal in Person des frisch gebackenen U-18-Weltmeisters Toma Gadza, der auf das 10:9 auch das 11:10 folgen ließ. Danach erlebten die Stuttgarter vor der Pause noch einmal eine Phase des Aufschwungs und gingen mit einer knappen Pausenführung von 12:14 in die Kabine.
Torreiche zweite Hälfte geht an den Handball Club Hamburg
Bereits nach elf Sekunden eröffnete Noah Beyer eine insgesamt rasante und torreiche zweite Hälfte mit einer sehenswerten Flugeinlage von Linksaußen zum erneuten Anschlusstreffer. Es ging Schlag auf Schlag auf beiden Seiten. Der HCH kämpfte sich immer wieder auf ein Tor heran und belohnte sich per Siebenmeter in Person von Frederik Bo Andersen mit dem 24:24-Ausgleich (44.). Keine Minute später zündete der in diesem Sommer neu ernannte Kapitän Elias Kofler die Barclays Arena durch seinen Führungstreffer noch einmal so richtig an.

Die Energie stimmte – auf und abseits der Platte. Nicolaj Jørgensen – mit zehn Treffern bester Werfer des Handball Club Hamburg – schraubte den Vorsprung erstmals an diesem Abend sogar auf zwei Tore hoch (52.). Doch Stuttgart ließ sich nicht abschütteln und sorgte in der Schlussphase noch einmal für Hochspannung. 75 Sekunden vor Spielende schaffte es die stets körperlich robust agierende Mannschaft von Misha Kaufmann durch Kasper Thorsen Lien doch noch einmal auszugleichen. Das 34:34 war gleichzeitig auch der Endstand der Partie: Eine packende Begegnung, die am zweiten Spieltag der noch jungen Handball-Bundesliga-Saison keinen Sieger fand.
Cheftrainer Torsten Jansen: „Das war ein Spiel, was in beide Richtungen hätte ausgehen können. Am Ende ist es ein gerechtes Ergebnis für beide Mannschaften nach einem wahnsinnig intensiven Spiel.“
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Handball Club Hamburg: Robin Haug (6 Paraden), Leon Nowottny – Nicolaj Jørgensen (10 Tore/ 1 Siebenmeter), Oliver Norlyk (7), Frederik Bo Andersen (4/ 2), Moritz Sauter (3), Elias Kofler (3), Noah Beyer (3/ 1), Toma Gadza (2), Dominik Axmann (1), Martin Hovde (1), Jan Schmidt, Einar Ólafsson, Kaj Geenen (n.e.), Nicolai Daling (n.e.), Levin Unbehaun (n.e.)