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Mit HCH-Talent Toma Gadza: Deutsche U18 gewinnt Europameisterschaft

Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat sich bei der Europameisterschaft in Serbien den nächsten großen Titel bei den Juniorenteams gesichert. Die Mannschaft um Hamburgs Rückraumspieler Toma Gadza hat sich im Finale von Belgrad trotz eines frühen Drei-Tore-Rückstands souverän mit 36:27 (17:11) gegen Slowenien durch. Ein pausenübergreifender 8:0-Lauf stellte dabei die Weichen für den deutschen Triumph.

10. August 2026

Revanche geglückt

Deutschland startete holprig in das Finale von Belgrad. Noch in der Vorrunde hatten die U18-Junioren mit 28:30 gegen Slowenien verloren und gerieten auch im Finale nach eigenen Fehlwürfen zunächst mit 5:8 in Rückstand. DHB-Trainer Erik Wudtke griff zur Auszeit und stimmte die Mannschaft noch einmal neu auf das Finale ein.

Die Ansprache schien gefruchtet zu haben: Eine starke Abwehr legte den Grundbaustein dafür, dass Finn Meißner zum 8:8 ausgleichen konnte. Auch Tobias Dengler im Tor der DHB-Auswahl konnte fortan mit seinen Paraden glänzen, wurde schließlich auch zu Deutschlands Player of the Match ausgezeichnet und trug seinen Teil zur erstmaligen Führung durch Tim Thielicke zum 10:9 (19.) bei.

Mit zehn Turnover des deutschen Abwehrbollwerks und einer treffsicheren Offensive spielte sich Deutschland in einen Rausch, legte pausenübergreifend einen 8:0-Lauf hin und zog auf 20:11 davon. Auch eine dreifache Unterzahl konnte das DHB-Team nicht mehr stoppen und so feiert Deutschland mit 36:27 einen am Ende souveränen Finalerfolg. 14 Jahre nach der Generation um Jannik Kohlbacher und Timo Kastening gewinnt DHB-Auswahl damit zum vierten Mal Gold in dieser Altersklasse – nach 2008, 2012 und 2021.

Beinahe-Ausscheiden in der Hauptrunde

Dabei hätte das Turnier für die deutsche Mannschaft in der Hauptrunde beinahe bereits ein vorzeitiges Ende genommen: Bei zwei eigenen Niederlagen gegen Slowenien (28:30) und Frankreich (28:29) reichte dank doppelter Schützenhilfe am Ende die knapp bessere Tordifferenz gegenüber den Faröer-Inseln zum Einzug in die K.O.-Runde.

Dort zeigte sich der deutsche Nachwuchs nervenstark und räumte auf dem Weg zum Finale auch Island (33:31) und Spanien (32:27) aus dem Weg.

DHB-Sportvorstand Ingo Meckes zieht daher ein durchweg positives Fazit: „Dieser Titel ist gerade mit Blick auf den Turnierverlauf sehr besonders. Das spricht für die sportliche Qualität sowie die Mentalität der Mannschaft und auch des Trainerteams.“

Toma Gadza mit vier Toren im Finale

Rückraumspieler Toma Gadza vom Handball Club Hamburg kam im gesamten Turnierverlauf auf 33 Treffer und steuerte auch im Finale vier Tore bei. Gadza, der erst in der Vorbereitung auf das Turnier sein Debüt bei der U18-Nationalmannschaft gegeben hat, wird nun mit reichlich Rückenwind zum Handball Club Hamburg zurückkehren.

Dort warten auf den seit 2022 an der Elbe spielenden Linkshänder direkt die nächsten Aufgaben: Der Saisonstart steht unmittelbar vor der Tür. Am 23. August reist der Handball Club Hamburg zur ersten Runde des DHB-Pokals nach Braunschweig ehe eine Woche später in Balingen der Auftakt in die OPEL-HBL ansteht.

Das erste Heimspiel bestreitet der HCH dann am Mittwoch, den 2. September, gegen den TVB Stuttgart. Tickets können sich hier gesichert werden.