Die Partie startete auf Augenhöhe – mit einem leicht besseren Beginn für die Gastgeber. Getragen von einer starken Heimkulisse und dank einer anfangs hohen Wurfquote von über 80 Prozent erspielte sich der HBW Balingen-Weilstetten einen leichten Vorteil (8:4).
HCH kämpft sich zurück und geht mit Ausgleich in die Pause
Nach einer Auszeit von Cheftrainer Torsten Jansen fand der Handball Club Hamburg besser ins Spiel. Das Team, das mit dem jüngsten Kader der Handball-Bundesliga in die Saison 2026/27 geht, bekam das variable Offensivspiel des Bundesliga-Aufsteigers mit vielen Kreuzungen nun besser in den Griff.
Ein Grund dafür: HCH-Torhüter Robin Haug ließ seine Klasse immer öfter aufblitzen. Mit seiner dritten Parade (20.) leitete der 27-Jährige einen schnellen Tempogegenstoß ein, den Nicolaj Jørgensen zum 13:10 abschloss. Wenige Minuten später war es erneut der norwegische Keeper, der sich nicht per Heber überwinden ließ. Jan Schmidt – ehemaliger Schützling des heutigen HBW-Trainers Matthias Flohr – nutzte das Momentum zum 15:14-Anschlusstreffer.

Ehe sich die Partie bei einem Abstand von einem Tor einzupendeln schien, war es ausgerechnet ein Wechselfehler der Hausherren, der dem Handball Club Hamburg wenige Sekunden vor der Halbzeitpause noch einmal den Ball bescherte. Der neu ernannte HCH-Kapitän Elias Kofler behielt die Übersicht für Rechtsaußen Frederik Bo Andersen, der quasi mit dem Halbzeitpfiff zum 17:17 einnetzte.
Nach der Pause erwischten die Gastgeber erneut einen besseren Start. Erst Frederik Bo Andersen setzte dem Offensivlauf des HBW etwas entgegen, stellte mit seinem insgesamt 150. verwandelten Siebenmeter auf 20:18 (34.) und gab dem HCH wieder etwas Selbstvertrauen. Die Hamburger kamen in der Folge vor allem über den Kreis: Jan Schmidt glich die Partie mit zwei aufeinanderfolgenden Treffern wieder aus (20:20).
Doch die Gastgeber aus Baden-Württemberg – trainiert vom langjährigen Hamburger Linksaußen Matthias „Matti“ Flohr – waren gut auf die Partie eingestellt. Obwohl HCH-Torhüter Robin Haug mit 11 Paraden ein starker Rückhalt war, gingen die Gallier erneut in Führung. Wenig später baute der HBW seinen Vorsprung trotz einer Phase von 6:59 Minuten ohne eigenen Treffer auf 25:21 (48.) aus.
Balingen gibt Sieg in der Schlussphase nicht mehr weg
Die Hamburger warfen in der Folge noch einmal alles in die Partie, wollten den Rückstand nochmals ausgleichen. Mitunter zwei Strafzeiten sorgten jedoch dafür, dass ein Comeback in der Schlussphase ausblieb und die Hausherren ihren Vorsprung über die Zeit bringen konnten.
Nun gilt es allerdings den Blick möglichst schnell nach vorne zu richten, schließlich wartet bereits am Mittwoch (2. September) mit dem ersten Heimspiel der Saison gegen den TVB Stuttgart die nächste Aufgabe.
Cheftrainer Torsten Jansen: „Glückwunsch an Balingen für ihren ersten Bundesliga-Sieg in der neuen Saison. Sie haben mit einer Menge Feuer agiert und die Atmosphäre zuhause gut genutzt.“
Hamburg: Robin Haug (11 Paraden), Leon Nowottny (n.e.) – Nicolaj Jørgensen (7/ 1), Moritz Sauter (5), Oliver Norlyk (3), Jan Schmidt (3), Frederik Bo Andersen (3/1), Martin Hovde (2), Kaj Geenen (1), Elias Kofler (1), Toma Gadza (1), Dominik Axmann, Einar Ólafsson, Nicolai Daling (n.e.), Noah Beyer (n.e.), Levin Unbehaun (n.e.)