Heimsieg! Mit einer leidenschaftlichen Leistung bezwingt der Handball Club Hamburg die HSG Wetzlar mit 37:32

27. September 2026

Den besseren Start in den sechsten Spieltag der Opel Handball-Bundesliga erwischten allerdings die Gäste aus Mittelhessen. Nikolaj Læsø stellte nach knapp drei gespielten Minuten auf 0:3. Aber Hamburg kämpfte sich durch einen 3:0-Lauf zurück und ging in der zehnten Minute durch Oliver Norlyk erstmals an diesem Abend in Führung (6:5). Im Anschluss zeigte Frederik Bo Andersen vom Siebenmeterpunkt einmal mehr seine Klasse und schraubte die Führung auf 11:8 (16.) nach oben. Entschieden war die Partie damit aber noch lange nicht: Josip Simic glich das Spiel mit einem Treffer vom Kreis zum 15:15 wieder aus (25.).

Lange Zeit wirkte es so, als ginge es mit einem Remis in die Halbzeitpause. Doch drei Sekunden vor Ende des ersten Spielabschnitts erzielte Niklas Theiß mit seinem fünften Treffer das 16:17 – der Halbzeitstand.

Mit Vollgas aus der Kabine

Nach dem Seitenwechsel kam der Handball Club Hamburg mit mächtig Vollgas aus der Kabine: In den ersten fünf Minuten kassierte man nur ein Tor, traf selbst vier Mal und führte die Partie nun mit 22:20 an. Beim Zwei-Tore-Vorsprung pendelte sich die Partie ein wenig ein, ehe HCH-Kapitän Elias Kofler aus dem Rückraum auf 26:23 stellte – die erstmalige Drei-Tore-Führung der Hamburger (47.).

Die gut 2.400 Fans in der Hamburger Sporthalle gaben von den Tribünen alles und unterstützten die Mannschaft, wo es nur ging. Neben einem in Halbzeit zwei bärenstark aufgelegten Oliver Norlyk (acht Treffer im zweiten Spielabschnitt) zündete Leon Nowottny mit einer Monster-Parade bei einem Siebenmeter (55.) die Halle für die Schlussminuten noch einmal richtig an. Auf der Gegenseite verwandelte Noah Beyer souverän einen Siebenmeter – die 32:30-Führung.

Hamburg lässt die Halle beben

In den Schlussminuten konnte sich der HCH immer mehr absetzen, nutzte das Sieben-gegen-Sechs der Gäste für sich und überwand die HSG ein ums andere Mal im schnellen Gegenzug: Noah Beyer ließ Bart Ravensbergen im HSG-Tor keine Chance und verwandelte im Eins-gegen-Eins zum 34:30, ballte die Fäuste und heizte die Stimmung in der Halle weiter an. Jeder spürte: Jetzt wird der erste Heimsieg eingetütet.

Der Schlusspunkt der Partie gehörte den Gästen: Niklas Theiß (bester Werfer des Spiels) netzte mit der Schlusssirene zum insgesamt elften Mal. Dennoch stand fest: Der Handball Club Hamburg schlägt die HSG Wetzlar mit 37:32. Die Hamburger Sporthalle jubelte, während die Mannschaft auf dem Feld einen Kreis bildete und den Heimsieg gebührend feierte.

Für den Handball Club Hamburg geht es bereits am Donnerstag (19 Uhr) weiter: mit einer Auswärtspartie beim TBV Lemgo Lippe.

HCH-Cheftrainer Torsten Jansen: „Ich bin sehr froh, dass wir dieses Spiel zu unseren Gunsten entscheiden konnten. Es war eine total intensive und enge Partie mit wenigen einfachen Fehlern auf unserer Seite.“ (Hier geht’s zur gesamten Pressekonferenz)

Handball Club Hamburg: Haug (1 Paraden), Nowottny (1 Parade); Norlyk (9 Treffer), Andersen (7, davon 1 Siebenmeter), Kofler (6), Geenen (4), Jørgensen (4), Beyer (3), Hovde (3), Schmidt (1), Gadza, Axmann, Hadzic, Olafsson (n.e.), Unbehaun (n.e.), Daling (n.e.)