Ein Pokalabend, der Mut macht
Was war das für ein wichtiger Sieg am Dienstagabend! In der zweiten Runde des DHB-Pokals bewies die junge Mannschaft von Cheftrainer Torsten Jansen Moral: Trotz eines zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstands gab sich der Handball Club Hamburg nie auf, und sicherte mit Kampfgeist und Moral den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals. Dieser Schwung soll nun mit in die Opel Handball-Bundesliga genommen werden. Die Halle soll auf der Platte und den Rängen brennen.
Wetzlar mit großem Umbruch im Sommer
Der kommende Gegner – die HSG Wetzlar – entging in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg in die zweite Handball-Bundesliga. In einem Herzschlagfinale mit GWD Minden sicherte sich die HSG im Fernduell mit den Ostwestfalen erst am letzten Spieltag trotz einer eigenen Niederlage den Klassenerhalt. Lediglich die bessere Tordifferenz verhinderte den Gang in Liga zwei.
Folglich drehte sich bei den Mittelhessen im Sommer das Personalkarussell: Gleich zwölf Spieler verließen die HSG – unter anderem Andreas Palicka (Füchse Berlin) und ihr bester Torschütze der vergangenen Saison, Philipp Ahouansou (TVB Stuttgart). Demgegenüber stehen acht Neuzugänge: Allen voran der Däne Nikolaj Læsø und der türkische Nationalspieler Doruk Pehlivan sollen die große Lücke im linken Rückraum, die mit dem Abgang Ahouansous entstanden ist, füllen.
Doch auch mit verändertem Personal startete die HSG Wetzlar holprig in die neue HBL-Saison, bei der die Ambitionen klar formuliert sind: „Nach wie vor bleibt das allererste und größte Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen und das natürlich so früh wie möglich“, sagte HSG-Geschäftsführer Michael Allendorf vor der Saison.
Angesichts der aktuellen Tabellenlage ist die Partie am Sonntag für beide Mannschaften richtungsweisend. Mit einem Punkt aus fünf Spielen ist ein Sieg für beide Mannschaften das klare Ziel.
Gegen die HSG Wetzlar eine Heimspielmacht
In der Sporthalle Hamburg hatten die Mittelhessen in den vergangenen Duellen das Nachsehen. Alle fünf Partien seit dem Hamburger Wiederaufstieg 2021 gingen an die Mannschaft von Cheftrainer Torsten Jansen. In der letzten Begegnung in der Hansestadt – am 33. Spieltag der Vorsaison – sahen die Fans ein packendes Spiel, das nach 60 Minuten in einem 33:32-Heimsieg endete.
Demgegenüber steht mit der HSG Wetzlar eine Mannschaft, die auswärts zuletzt so ihre Probleme hatte. Den letzten Punktgewinn in der Ferne gab es am 14. März in Minden (31:33). Seither setzte es in den letzten sechs HBL-Auswärtsspielen stets eine Niederlage.
Unterschätzen darf man die HSG Wetzlar dennoch nicht. Mit dem Momentum aus dem Comeback-Sieg im Pokal wird der Handball Club Hamburg wie gewohnt alles auf der Platte lassen. Es gibt ja auch noch eine Serie fortzuführen: Für den sechsten Heimsieg gegen die HSG Wetzlar benötigt es daher jeden einzelnen Fan, um die Mannschaft von der Tribüne zu Höchstleistungen anzufeuern. Tickets gibt es im Onlineshop und an der Tageskasse am Sonntag ab 16:30 Uhr.
Oliver Norlyk: „Wir freuen uns darauf, nach zwei Auswärtsspielen zuletzt am Sonntag wieder zu Hause zu spielen. Gegen Wetzlar brauchen wir jede einzelne Stimme auf der Tribüne und wollen mit unserer Leistung und Energie eine mitreißende Atmosphäre erzeugen.“
Anwurf in der Sporthalle Hamburg ist um 18:00 Uhr. Zu sehen gibt es die Partie gegen die HSG Wetzlar wie immer live und auf Abruf bei Dyn.