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Vorbericht: Handball Club Hamburg testet gegen Fredericia HK

Der Handball Club Hamburg feiert am 12. August seine Saisoneröffnung und empfängt dabei den dänischen Erstligisten Fredericia HK zum Testspiel. Der dänische Verein hat sich nach dem Absturz bis in die fünfte Liga wieder zurückgekämpft und sich in den vergangenen Jahren sogar im internationalen Geschäft einen Namen gemacht.

12. August 2026

Im Rahmen der Saisoneröffnung mit seinen Fans trifft die Mannschaft von Cheftrainer Torsten Jansen auf einen international erfahrenen Gegner aus Dänemark. Nach dem zweiten Platz beim Internationalen Heide Cup in Schneverdingen wartet damit der nächste Härtetest auf den Handball Club Hamburg, ehe in den kommenden Wochen die ersten Pflichtspiele der neuen Saison anstehen.

International erfahrener Gegner aus Dänemark

Der Verein aus der rund 50.000 Einwohner zählenden Festungsstadt Fredericia kann auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurückblicken. Besonders in den 1970er-Jahren feierte der Klub große Erfolge und gewann von 1975 bis 1979 fünfmal in Folge die dänische Meisterschaft.

Auf diese große Vergangenheit folgte jedoch eine schwierige Phase. Nach dem Abstieg aus der höchsten dänischen Liga 2011 musste Fredericia im darauffolgenden Jahr einen weiteren Abstieg hinnehmen. Finanzielle Probleme und eine Insolvenz führten schließlich dazu, dass der Verein bis in die fünfte Spielklasse zurückgestuft wurde. Schritt für Schritt arbeitete sich Fredericia zurück und kehrte 2019 nach acht Jahren wieder in die höchste dänische Liga zurück.

Seither hat sich Fredericia durch eine Mischung aus cleverer Jugendarbeit und einem homogenen Mannschaftsgefüge wieder zu einem konstanten Team in der dänischen Liga entwickelt und konnte immer wieder an der nationalen Spitze anklopfen. Auf einen dritten Platz 2023 folgte 2024 die Vizemeisterschaft – und damit die erstmalige Qualifikation für die EHF Champions League.

In der abgelaufenen Saison 2025/26 erreichte Fredericia erstmals die K.O.-Phase eines europäischen Wettbewerbs und schied erst in den Playoffs der European League gegen den späteren Champion MT Melsungen trotz Hinspielerfolgs aus. In der Liga beendete Fredericia die vergangene Spielzeit auf dem achten Tabellenplatz.

Für die neue Saison hat sich der Klub personell neu aufgestellt: Seit diesem Sommer steht Mathias Madsen an der Seitenlinie. Der 43-Jährige kommt von Skjern Håndbold, wo er in seiner Amtszeit unter anderem einen dritten Platz in der dänischen Liga sowie das Achtelfinale der European League erreichte.

Erfahrung und junge Talente

Personell steht Fredericia HK für eine Mischung aus Erfahrung, internationaler Qualität und jungen Talenten. Offensiv sticht Rückraumspieler Mads Kjeldgaard heraus, der mit 158 Feldtoren bester Torschütze der vergangenen Saison war und mit 18 verwandelten Siebenmetern aus 21 Versuchen auch aus sieben Metern eine Gefahr für jeden Torhüter darstellt.

Mit dem 22-jährigen Kasper Hugo Palmar verfügt FHK zudem über einen jungen und entwicklungsfähigen Rückraumspieler, der bereits erste Erfahrungen in der schwedischen Nationalmannschaft gesammelt hat.

Den wohl größten Namen des Teams holte Fredericia in diesem Sommer: Der norwegische Nationaltorhüter Torbjørn Bergerud wechselte an die dänische Ostseeküste und unterschrieb einen Vertrag bis 2029. Der 31-Jährige, der deutschen Handballfans aus seiner Zeit bei der SG Flensburg-Handewitt bekannt sein dürfte, bestritt in seiner Karriere bereits 94 Länderspiele für Norwegen und stand unter anderem für GOG und Wisła Płock bereits unter Vertrag.

Gleichzeitig liegt ein großer Fokus des Klubs auf der eigenen Nachwuchsarbeit: Die FHK-U17 gewann in der abgelaufenen Spielzeit die dänische Meisterschaft und auch Eigengewächs Malthe Hejsel verlängerte seinen Vertrag bis 2028.

Wiedersehen mit Einar Ólafsson

Für HCH-Fans ist Fredericia kein unbekannter Name: Erst im vergangenen Sommer wechselte Rückraumspieler Einar Ólafsson aus Dänemark an die Elbe. Der Isländer verbrachte drei Jahre bei Fredericia, entwickelte sich dort zu einem wichtigen Faktor im Innenblock, wo er seit seinem Wechsel zum Handball Club Hamburg in 25 Pflichtspielen zum Einsatz kam und als Abwehrspezialist für Stabilität sorgt.

Pflichtspielsaison steht vor der Tür

Am 23. August reist der Handball Club Hamburg zur ersten Runde des DHB-Pokals nach Braunschweig, ehe eine Woche später in Balingen der Auftakt in die OPEL-HBL ansteht.

Das erste Heimspiel bestreitet der HCH dann am Mittwoch, den 2. September, gegen den TVB Stuttgart. Tickets können sich im Ticketshop gesichert werden.