Keine zwei Wochen mehr, dann startet der Handball Club Hamburg mit dem Pokalspiel in Braunschweig in die Pflichtspielsaison. Bevor es ernst wird, stimmte sich der HCH am Mittwoch gemeinsam mit seinen Fans auf die neue Spielzeit ein. Neben dem Testspiel gegen den dänischen Erstligisten Fredericia HK wartete auf die Zuschauer ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das den 12. August zu einem besonderen Erlebnis für Klein und Groß machte: Autogrammjagd und Meet-and-Greet mit den HCH-Profis sowie der erstmalige Verkauf des neuen HCH-Merches.
Auch der frisch nach Hamburg zurückgekehrte U18-Europameister Toma Gadza wurde im Rahmen der Saisoneröffnung für seine Leistung geehrt und bekam neben einem Geschenk von Geschäftsführer Sport Johannes Bitter sowie Präsident Niklas Weller tobenden Applaus von den Rängen.

Ausgeglichener Start beim Wiedersehen mit Einar Olafssons Ex-Klub
Das Testspiel entwickelte sich von Beginn an zu einem Duell auf Augenhöhe. Nicolaj Jørgensen sorgte mit dem ersten Treffer des HCH für den ersten Jubel auf den Rängen. Beide Mannschaften erhöhten anschließend das Tempo und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch – zunächst mit dem etwas besseren Spielverlauf für die Gäste aus Dänemark.
Doch getragen von der lautstarken Unterstützung der Fans ließ sich der HCH nicht abschütteln. Nachdem Fredericia zwischenzeitlich mit zwei Toren davongezogen war, sorgte Moritz Sauter per Tempogegenstoß für den schnellen Ausgleich zum 6:6.
In der Folge rückte vor allem die Abwehr der Gäste in den Mittelpunkt. Fredericia verteidigte konsequent und legte damit den Grundstein für eine erste Vier-Tore-Führung (10:14). Hamburgs Offensive brauchte etwas Zeit, um ihren Rhythmus zu finden, während Fredericia seine starke Verfassung immer wieder unter Beweis stellte.
Die Gäste machten deutlich, dass sie nicht nur als Zuschauer zur Saisoneröffnung nach Deutschland gekommen waren, und setzten sich erneut ab. Mit einem 15:19-Rückstand aus Hamburger Sicht ging es schließlich in die Pause.

HCH kämpft sich zurück
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Rückraum die gefährlichste Waffe der Hamburger. Nicolaj Jørgensen und Co. fanden immer wieder Lücken in der Fredericia-Abwehr und arbeiteten sich Schritt für Schritt zurück in die Partie.
Einen entscheidenden Anteil an der Aufholjagd hatte dabei der junge Torhüter Leon Nowottny, der in der zweiten Halbzeit zwischen den Pfosten stand. Mit mehreren starken Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel und traf selbst über das ganze Feld hinweg ins leere Tor (21:23).
Die Hamburger kämpften sich immer näher heran und sorgten damit auch auf den Rängen für immer mehr Spannung. In der packenden Schlussphase war es schließlich Frederik Bo Andersen, der mit seinem Ausgleichstreffer zum 27:27 in der 54. Spielminute die Lautstärke in der Halle auf ihr Maximum hob. Nur wenige Augenblicke später legte Kaj Geenen nach, brachte den HCH mit 28:27 erstmals seit längerer Zeit wieder in Führung (55.).
Spannung bis zum Schlusspfiff
Das Spiel entwickelte sich nun endgültig zu einem Krimi: Beim Stand von 30:30 ging es in die Schlussminute. Und die Gäste aus Dänemark bekamen noch einmal ihre letzte Gelegenheit. Zwar parierte Leon Nowottny den letzten Angriff Fredericias stark, doch der Schiedsrichter gab noch einen Siebenmeter, zu Ungunsten des HCH. Quasi mit dem Schlusspfiff verwandelte Fredericia den Siebenmeter zum 31:30-Endstand.
Die Fans in der Margit-Zinke-Halle sorgten dabei dennoch für eine stimmungsvolle Kulisse und feierten auch dank reichlich gesammelter handsignierter Autogrammkarten nach dem Spiel einen gelungenen gemeinsamen Start in die Saison 2026/27.

