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Foto: Philipp Ising
26:25

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Starker Auftritt beim VfL Gummersbach endet mit 25:26-Niederlage

Der Handball Sport Verein Hamburg muss die erste Niederlage in dieser Saison hinnehmen. In einem sehr intensiven und umkämpften Spitzenduell unterliegt der HSVH dem VfL Gummersbach am Ende knapp mit 25:26. Es war ein Duell auf Augenhöhe, in dem vor allem die beiden Torhüter hervorstachen.

Der Handball Sport Verein Hamburg hat am 7. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga sein erstes Saisonspiel verloren. Die Partie beim Aufstiegsaspiranten VfL Gummersbach endete am Sonntagabend mit einem knappen 26:25 (12:11). Der HSVH steht nun mit 6:2 Zählern auf dem fünften Tabellenplatz und gehört mit nur zwei Minuspunkten noch immer zur Tabellenspitze. Das Top-Spiel der 2. Liga war die gesamten 60 Minuten über hart umkämpft und blieb lange Zeit offen. Mit einer starken Abwehr hielt der HSVH gegen das favorisierte VfL-Team von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson gut mit und ließ sich selbst von einem Drei-Tore-Rückstand in der ersten Halbzeit nicht aus der Ruhe bringen. Da aber nicht nur HSVH-Keeper Jonas Maier, sondern auch VfL-Torwart Matthias Puhle hervorragend aufgelegt war, hatte der VfL bei Abpfiff ganz leicht die Nase vorn.

HSVH glänzt in der Defensive, vergibt aber Chancen 

Das Top-Spiel eröffnete der Gastgeber Gummersbach in der ersten Spielminute (1:0). Der erste Treffer des HSVH ließ zunächst etwas auf sich warten, bis schließlich Thies Bergemann das 1:1 erzielte (4. Minute). Nachdem Leif Tissier beim Stand von 2:2 den freien Wurf zur Führung ungenutzt ließ und direkt im Anschluss eine Zeitstrafe kassierte (6.), gelang es dem VfL Gummersbach sich etwas abzusetzen. Sowohl das 3:2 (8.) als auch das wenige Sekunden später erzielte 4:2 (8.) landete während der Hamburger Unterzahl im leeren Tor. In der umkämpften Partie erhöhte der VfL in den nächsten Minuten auf einen Drei-Tore-Vorsprung bei 7:4 (12.). Auch in der 18. Spielminute konnte der Traditionsverein den Abstand noch halten (9:6). Doch der HSVH ließ sich nicht abschütteln und kämpfte sich mit Treffern von Philipp Bauer (19.) und Jonas Gertges (21.) auf 9:8 zurück. Der Ausgleich gelang jedoch nicht und der VfL erhöhte anschließend erneut auf drei Tore (11:8, 26.). Tissier (27.), Dominik Axmann und Niklas Weller (beide 29.) reagierten mit drei schnellen Toren, so dass es zum Ende der ersten Halbzeit 12:11 stand. Kurz vor Abpfiff erhielt Jonas Gertges noch einmal die Ausgleichs-Chance per Siebenmeter, scheiterte aber am starken Gummersbacher Torwart Matthias Puhle. Die sehr intensive erste Hälfte, in der es bereits sieben Zeitstrafen gab, blieb somit bei der knappen 12:11-Führung für den VfL.

Hamburg startet stark in Halbzeit zwei und lässt dann nach 

Die Möglichkeit zum Ausgleich nutzte dann nach Wiederanpfiff Niklas Weller, der den ersten Angriff nach dem Seitenwechsel zum 12:12 (31.) vollendete. Da Jonas Maier im Gegenzug erst abwehren konnte und der VfL dann noch einen Siebenmeter verwarf, bot sich Philipp Bauer die Chance zur ersten HSVH-Führung des Spiels. Mit aller Kraft tankte er sich durchs Abwehrzentrum der Hausherren und erzielte das Tor zum 12:13 (32.). Als Maier dann auch den nächsten VfL-Angriff hielt (33.), hätte der HSVH sogar auf zwei Tore erhöhen können, ein unglücklicher Fehlpass leitete dann aber den Gummersbacher Gegenstoß ein, der zum 13:13 (35.) führte. In Unterzahl nach einer Zeitstrafe gegen Tobias Schimmelbauer (36.) hatte der HSVH dann bei 14:15 erneut die Chance auf zwei Tore Vorsprung, da Maier wieder hielt. Doch das junge Team fiel der Schlitzohrigkeit von Ellidi Snaer Vidarsson zum Opfer. Der VfL-Kreisläufer blieb auf der Bank sitzen, überraschte die Hamburger und konnte auf Höhe der Mittellinie den Ball klauen, den er dann zum 15:15 ins leere Tor rollte. Nach Wellers 15:16 (38.) und einem gehaltenen Siebenmeter von Maier (38.) erhöhte Tissier in der 39. Minute trotz Zeitstrafe gegen Weller auf 15:17, bevor der HSVH dann in der Unterzahlphase zwei weitere Treffer ins leere Tor kassierte, die zum 17:17 (40.) führten. Es waren Treffer Nummer vier und fünf, die der VfL in dieser Partie ohne Torhüter erzielen konnte.

Doch dem HSVH gelang es weiterhin, jeweils das Führungstor zu erzielen. Als Thies Bergemann zum 18:19 (42.) traf, wurde er von Tin Kontrec im Gesicht getroffen und der Kroate sah die Rote Karte. Dies war vermeintlich eine zusätzliche Schwächung für den Mittelblock des VfL, wo auch schon Tim Schneider nach zwei frühen Zeitstrafen in der ersten Halbzeit vorbelastet war. Doch statt aus der Roten Karte Profit zu schlagen, geriet der HSVH in den folgenden Minuten aus dem Tritt. Nach dem Tor von Bergemann zum 19:20 (45.) gelang dem Jansen-Team aufgrund technischer Fehler und vergebener Torchancen fast neun Minuten lang kein eigener Treffer. Dominik Axmann scheiterte in dieser Phase zudem von der Siebenmeterlinie – der dritte verworfene HSVH-Strafwurf des Tages. So setzte sich der VfL mit einem 4:0-Lauf mit drei Toren ab und ging 23:20 (51.) in Führung. Nach einer hektischen Schlussphase verkürzte Leif Tissier dann 60 Sekunden vor dem Ende sogar tatsächlich wieder auf 25:24 und brachte den HSVH noch einmal in Schlagdistanz. Die Zeit spielte aber gegen die Hamburger und reichte am Ende nicht mehr aus. Vidarsson antwortete mit dem 26:24 (60.) und brachte die Entscheidung, die auch das letzte Tor von Niklas Weller Sekunden vor dem Schlusspfiff nicht mehr ändern konnte.

Dass jeder wusste, dass beim Top-Favoriten heute mehr drin war, machte die 25:26-Niederlage am Ende umso ärgerlicher. Doch dem HSVH bleibt nicht viel Zeit zum Ärgern, da bereits am kommenden Mittwoch der TuS Fürstenfeldbruck nach Hamburg kommt. Das Spiel in der Sporthalle Hamburg muss ohne Zuschauer ausgetragen werden und beginnt um 20 Uhr (Livestream bei sportdeutschland.tv, NEU: Vorberichte zum Spiel ab 19.15 Uhr).

SPIEL-STATISTIK

Hamburg: Maier, Kokoszka (n.e.) – Weller (6 Tore), Bauer (5), Bergemann (4), Axmann (3), Forstbauer (3), Tissier (3), Gertges (1), Feit, Ossenkopp, Schimmelbauer, Kleineidam (n.e.), Fick (n.e.).

Jonas Maier:

40%

Fangquote

Team-Quoten:

Wurfquote
0%
Quote gehaltener Bälle
0%
Erfolgreiche Angriffe
0%

Bilder zum Spiel:

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