SPIEL-STATISTIK
HAMBURG: Bitter (8 Paraden), Vortmann (1) – Mortensen (8 / 3 Siebenmeter), Baijens (7), Valiullin (3), Weller (3), Ilic (3), Lassen (2), Andersen (1), Tissier (1), Hartwig, Severec, Bergemann, Wloch
(9:27)
(9:27)
Tore
Der Handball Sport Verein Hamburg hat sich am Dienstagabend eine echte Packung gegen den amtierenden Klub-Weltmeister und aktuellen Tabellenführer SC Magdeburg abgeholt. Die 28:43-Niederlage war die höchste Pleite seit dem Aufstieg in die LIQUI MOLY HBL. Zur Pause lag der HSVH schon mit 18 Toren zurück.
Am 18. Spieltag der LIQUI MOLY HBL hat der Handball Sport Verein Hamburg am Dienstagabend mit 28:43 gegen den SC Magdeburg verloren. Vor 6.022 Zuschauern in der Barclays Arena konnte der HSVH nur in den Anfangsminuten mithalten und wurde dann gnadenlos vom SCM überrollt. Immerhin konnte sich der HSVH in der zweiten Halbzeit, nachdem das Spiel schon zur Pause mit einem Halbzeitstand von 9:27 eindeutig entschieden war, wieder fangen.
Die deutliche 15-Tore-Niederlage gegen den SCM war für den HSVH die höchste Niederlage seit dem Neustart und seit dem Aufstieg in die LIQUI MOLY HBL. Bislang stand eine 12-Tore-Niederlage auswärts beim THW Kiel (Saison 2022/23) als Negativrekord zu Buche. Zwar musste der HSVH mit Dominik Axmann und Andreas Magaard auf zwei wichtige Spieler verzichten, die Leistung in der ersten Halbzeit ist allein dadurch aber nicht zu erklären.
Der Start ins Spiel verlief noch völlig normal, der SCM zeigte zwar bereits seine absolute Spitzenklasse, war bei eigentlich jedem Angriff erfolgreich und beeindruckte mit Präzision im Abschluss. Der HSVH blieb aber zunächst im Spiel. Nach 10 Spielminuten stand es 6:8, die Hamburger hatte nur durch zwei, drei individuelle Fehler leicht das Nachsehen.
Zur Mitte der ersten Halbzeit ging dann aber plötzlich überhaupt nichts mehr bei den Hamburgern. Der HSVH war nicht mehr ebenbürtig mit dem amtierenden Klub-Weltmeister. Es häuften sich teils haarsträubende Fehler, das Jansen-Team verlor immer wieder den Ball oder scheiterte am absolut überragenden SCM-Keeper Sergey Hernandez Ferrer, der Mitte der ersten Halbzeit für Nikola Portner eingewechselt wurde. Portner hatte bis zu diesem Zeitpunkt (es stand 7:13) nur eine Parade auf dem Konto, Hernandez sammelt dafür umso mehr. Er vernagelte sein Tor und dem HSVH gelangen im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit lediglich zwei weitere Tore, eins davon sogar nur per Siebenmeter.
Magdeburg hingegen lief weiter Angriff um Angriff und blieb gnadenlos vor dem Tor. Schon in der 19. Minute konnte Tim Hornke den SCM erstmal mit 10 Toren in Führung bringen (7:17). Beim HSVH war in fast jeder Aktion der Wurm drin, es funktionierte gegen die haushoch überlegenen Magdeburger sowohl im Angriff als auch in der Abwehr gar nichts mehr. Und Hernandez Ferrer hielt wie ein Teufelskerl.
Immerhin eine positive Randnotiz brachte die erste Halbzeit: In der 24. Minute kam U19-Kreisläufer Torge Wloch ins Spiel, weil Niklas Weller eine Zwei-Minuten-Strafe sah, und feierte sein Bundesliga-Debüt. Er verteidigte die letzten Minuten von Durchgang eins gemeinsam mit Tomislav Severec in ungewöhnlicher Besetzung im Innenblock.
Beim Stand von 9:27 – also mit einem 18-Tore-Vorsprung für den SCM – ging es in die Pause. Der HSVH hatte lediglich 41% seiner Würfe getroffen, der SCM hingegen unglaubliche 90%. 2 Paraden auf Seiten des HSVH (7%) standen 9 Paraden (50%) beim SCM gegenüber. Hernandez Ferrer ging mit einer Quote von 80% gehaltenen Bällen (8 Paraden) in die Pause.
„Ich kann über diese erste Halbzeit fast gar nichts sagen. Es hat sehr, sehr viel funktioniert beim SC Magdeburg. Bis zum 6:10 waren wir zumindest noch in Reichweite. Und danach machen wir vorne einfach kein Tor mehr und sind im Rückzug unter aller Sau, das muss ich einfach so sagen. Das reicht nicht. Gegen jeden Gegner nicht und gegen den SC Magdeburg als europäische Spitzenmannschaft erst recht nicht. Und wenn man sich so lethargisch zurückbewegt, dann kriegt man einen nach dem anderen“, erklärte Trainer Jansen die eigentlich unerklärlichen rund 20 Minuten fast ohne Gegenwehr.
In der Halbzeit konnte sich der HSVH nur noch vornehmen, das Spiel halbwegs ordentlich über die Bühne zu kriegen. Die Entscheidung war schon längst gefallen. Doch gleich in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit kam der nächste Schock für den HSVH: Jacob Lassen blieb liegen und hielt sich das Knie. Er musste behandelt werden und konnte nicht weiter mitwirken.
Natürlich hatte der SCM im zweiten Durchgang etwas Tempo rausgenommen, der HSVH hatte sich aber ebenfalls gefangen. Die Zuschauer quittierten jede gelungene Aktion der Hamburger, die sich nicht aufgegeben hatten und dem SCM nun Gegenwehr boten, mit großem Applaus und bejubelten die Hamburger Treffer. Natürlich konnte der HSVH nicht mehr ernsthaft aufschließen, aber Trainer Jansen stimmte die zweite Halbzeit zumindest halbwegs versöhnlich: „Wir können nach der beschissensten Situation, die man zur Halbzeit nur haben kann, immerhin noch sagen, dass wir uns ordentlich von den Zuschauern verabschiedet haben. Wir hauen dann noch alles rein und geben auch in der Abwehr Gas. Mit Blick auf die zweite Halbzeit können wir immerhin erhobenen Hauptes aus der Halle gehen und haben uns nicht abschlachten lassen.“
Das Spiel endete mit 28:43. Der HSVH hat die zweite Halbzeit deutlich normaler gestaltet und in der Theorie sogar mit 19:16 mit 3 Toren für sich entschieden. Nachdem der SCM den HSVH aber schon in der ersten Halbzeit förmlich überrollt hatte, war dies auch kein wirklicher Trost, sondern nur kleine Ergebniskosmetik.
Schon in der zweiten Halbzeit schien der HSVH sich von dem schockierenden Auftritt im ersten Durchgang ein wenig rehabilitiert zu haben, auch wenn das Fehlen von Lassen eine weitere Schwächung war. Eine weitere Reaktion auf diese Blackout-Minuten wird das Team um Kapitän Niklas Weller nun gleich beim nächsten Spiel zeigen wollen. Am Samstag steht das letzte Spiel der Jahres und vor der langen EM-Pause an. Dann reist der HSVH zum TBV Lemgo Lippe (23.12., 20:30 Uhr) und will dort einen versöhnlichen Abschluss für 2023 schaffen.
„Dafür müssen wir jetzt wieder den Kopf freibekommen, damit wir dann wieder zeigen können, was wir eigentlich drauf haben“, sagte Trainer Jansen.
HAMBURG: Bitter (8 Paraden), Vortmann (1) – Mortensen (8 / 3 Siebenmeter), Baijens (7), Valiullin (3), Weller (3), Ilic (3), Lassen (2), Andersen (1), Tissier (1), Hartwig, Severec, Bergemann, Wloch
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