Vorbericht: Handball Sport Verein Hamburg will den ersten Heimsieg im Jahr 2026
Der Handball Sport Verein Hamburg startet mit einem Bundesliga-Heimspiel in das neue Jahr. Dabei empfängt der HSVH am 10. Februar (Anwurf: 19.00 Uhr) den SC DHfK Leipzig. Für die meisten Handball-Experten sind die Gastgeber in der Sporthalle Hamburg klarer Favorit. Doch Vorsicht! Einen Sieg hatten viele auch schon beim Auswärtsspiel am 10. Dezember bei den Sachsen erwartet. Damals kam es anders. Leipzig, Schlusslicht in der Tabelle, siegte mit 29:27 – und fuhr den bisher einzigen Sieg in der aktuellen Saison in der DAIKIN HBL ein.
„Sie hatten schon in den vorherigen Spielen Selbstvertrauen getankt, auch wenn sie es noch nicht in Punkte umgemünzt hatten“, bewertete HSVH-Coach Torsten Jansen die Partie im Nachgang. „Und da hatte man schon gesehen, dass die Qualität da ist. Wir ließen zu viele Würfe zu – gerade von Franz Semper. Wir versuchten in der zweiten Halbzeit früh, das mit einer offensiven Abwehr zu lösen. Wir machten es dann hinten besser, hätten aber vorn natürlich besser treffen müssen.“
Die Einschätzung von HSVH-Kapitän Niklas Weller war ähnlich. „Wir waren über weite Strecken gut im Spiel. Wir hatten genügend Chancen, um wieder ranzukommen. Aber wir haben zu viele Würfe vergeben. Da es für Leipzig im Laufe der Begegnung nicht wieder so richtig eng wurde, haben wir sie natürlich nicht verunsichert. So blieben sie im Flow und haben alles in das Spiel reingelegt.“
Wiedergutmachung?
Am 10. Februar wollen die Hamburger natürlich Revanche. Weller: „Das ist gleich ein Spiel, in dem es für beide Mannschaften um viel geht. Bei Leipzig ist das aufgrund der tabellarischen Situation so. Ich gehe davon aus, dass sie jedes Spiel bis zum Saisonende als Endspiel ausgerufen haben. Und für uns geht es um Wiedergutmachung. Wir haben in Leipzig kein gutes Spiel gemacht. Zu Hause, vor unseren Fans, wollen wir da ein anderes Gesicht zeigen. Trotzdem müssen wir realistisch sein. Denn man hat gesehen, wenn Leipzig das volle Potenzial zeigt, sind sie durchaus eine gute Mannschaft. Ein Selbstläufer wird das also nicht!“
Das sieht sein Trainer ähnlich. „Wir haben bis hierhin schon einige Punkte in dieser Saison geholt, mit denen niemand gerechnet hätte – zum Beispiel beim Auswärtssieg in Berlin. Aber wir haben andere Spiele abgegeben, bei denen wir mehr erwartet hätten. Wir hatten Highlights, aber auch Spiele, die gezeigt haben, dass noch Luft nach oben ist. Wir haben viel Positives gezeigt, aber wissen auch, dass wir noch stabiler werden müssen, insbesondere auswärts. Für mich heißt das, der Tabellenstand kann auch trügerisch sein. Es kann immer schnell in eine andere Richtung gehen.“
Grundsätzlich sind es aber eher die Heimauftritte der Hamburger, die Jansen positiv bewertet.
EM-Stars und Afrika-Cup-Gewinner
Wenn es nach dem Cheftrainer der Hanseaten geht, soll das auch gegen Leipzig wieder der Fall sein. Dabei zählt er auf seine EM- und Afrika-Cup-Teilnehmer. Und davon gibt es ja beim HSVH einige. So werden auf Hamburger Seite neben Mohamed El-Tayar (Afrika-Cup-Gewinner mit Ägypten) voraussichtlich die Nationalspieler Kaj Geenen (Niederlande), Elias Kofler (Österreich), Robin Haug (Norwegen), Einar Ólafsson (Island) sowie Europameister Frederik Bo Andersen in Aktion zu sehen sein. Andersen, der Rechtsaußen der Dänen, kam bei der Europameisterschaft nicht so häufig zum Einsatz. „Ich bin mir sicher, er freut sich, jetzt wieder mehr zu spielen“, glaubt Jansen.
Auch Leipzig war mit fünf Spielern bei der EM vertreten. Neben Franz Semper (EM-Silber mit Deutschland), Marko Mamić (EM-Bronze mit Kroatien) waren Domenico Ebner (Italien) und die beiden Tschechen Tomáš Mrkva und Tomáš Piroch bei den europäischen Titelkämpfen dabei.
Eintrittskarten für das HSVH-Heimspiel gegen Leipzig sind im Ticketshop erhältlich. Zu den anderen Meldungen vom Handball Sport Verein Hamburg geht es in der Navigation unter News. Dyn überträgt die Partie am 10. Februar live. Die Übertragung beginnt um 18:45 Uhr.






