32:39 – Hamburg in der Abwehr nicht kompakt genug

Dem Handball Sport Verein Hamburg fehlt es in dieser Saison weiter an Konstanz. Zum Auftakt des 23. Spieltags unterlag das Team von Trainer Torsten Jansen beim TBV Lemgo Lippe mit 32:39 (15:18). In der mit 5.000 Zuschauern voll besetzten PHOENIX CONTACT arena hielten die Hanseaten lange Zeit einigermaßen mit. Insgesamt und vor allem in der Schlussphase kassierte der HSVH aber zu viele Tore, sodass die Niederlage am Ende deutlich ausfiel.

Dem Handball Sport Verein Hamburg fehlt es in dieser Saison weiter an Konstanz. Zum Auftakt des 23. Spieltags unterlag das Team von Trainer Torsten Jansen beim TBV Lemgo Lippe mit 32:39 (15:18). In der mit 5.000 Zuschauern voll besetzten PHOENIX CONTACT arena hielten die Hanseaten lange Zeit einigermaßen mit. Insgesamt und vor allem in der Schlussphase kassierte der HSVH aber zu viele Tore, sodass die Niederlage am Ende deutlich ausfiel.

Der Handball Sport Verein Hamburg hatte Anwurf und durfte gleich Bekanntschaft mit der starken Abwehr der Gastgeber machen. Auf der anderen Seite erzielte Samuel Zehnder per Siebenmeter die erste Führung für den TBV. Niklas Weller glich aber vom Kreis aus (1:1). Nicolai Theilinger kassierte anschließend eine Zwei-Minuten-Strafe, da er HSVH-Keeper Robin Haug mit dem Ball im Gesicht traf. Allerdings konnte Frederick Bo Andersen die Überzahlsituation bei seinem Siebenmeter nicht nutzen. Immerhin gelang Weller der 2:2-Ausgleich. Während einer Zeitstrafe gegen den Hamburger Kapitän erhöhte Lemgo auf 4:2.

Lemgo reißt das Spiel nach und nach an sich

Nach gut zehn Minuten setzten sich die Gastgeber weiter ab (7:4 durch Zehnder). Und da die Hanseaten im Angriff zwei Möglichkeiten liegenließen, gelang Lemgos Nummer vier gleich das nächste Tor (8:4). In der Folge fand Moritz Sauter besser ins Spiel und brachte den HSVH mit zwei Treffern auf 8:10 heran. Während Hamburg technische Fehler unterliefen, fand der TBV zu seiner Effektivität zurück. Daher ließ HSVH-Coach Jansen Torhüter Haug am Ende der ersten Halbzeit in der Offensive häufig draußen. Das zeigte Wirkung. Dennoch traf Frederik Simak nach einem Tor von Azat Valiullin noch zum 18:15.

In der zweiten Halbzeit musste das Ziel der Gäste sein, weniger technische Fehler zu machen und in der Abwehrmitte stabiler zu stehen. Hendrik Wagner gelang dennoch das 19:15. Vorn stifteten Weller und Valiullin am Kreis Unruhe – das funktionierte gut! Da der TBV offensiv aber weiterhin effektiv agierte, dauerte es eine Weile, bis die Gäste auf 20:21 herankamen. Der Handball Sport Verein schnupperte jetzt – auch aufgrund der Tore von Nicolaj Jørgensen – am Ausgleich. Dazu trug auch Haug bei, der einige Würfe des TBV Lemgo Lippe entschärfte.

HSVH scheitert häufiger an Constantin Möstl

Da Casper U. Mortensen und Andersen dann von Außen jeweils an Constantin Möstl scheiterten, zogen die von Florian Kehrmann trainierten Gastgeber wieder auf vier Tore davon (24:20). Danach agierte Jansen am Kreis wieder mit einem Kreisläufer: Weller. Und der brachte den HSVH elf Minuten vor dem Ende wieder auf 26:28 heran. Als Zehnder dann per Tempogegenstoß zum 30:26 traf, schien das schon eine Art Vorentscheidung zu sein. Ohne den grippegeschwächten Oliver Norlyk einzusetzen, gelang es dem HSVH in der Schlussphase nicht, Boden gutzumachen. Im Gegenteil: Am Ende hieß es sogar 39:32 für Lemgo.

HSVH-Coach Torsten Jansen hatte zumindest im Angriff einen ordentlichen Auftritt seines Teams gesehen. „Es war ein gutes Angriffsspiel von uns“, so der 49-Jährige direkt nach der Partie. „Es gab immer wieder so ein paar Punkte, wo wir ärgerliche Tore kassiert haben – zum Beispiel zum Abschluss der ersten Halbzeit als wir mit drei statt mit zwei Toren Rückstand in die Pause gehen. Auch in der zweiten Halbzeit gab es wieder solche Momente, in denen man dachte, das kann ja jetzt wohl nicht wahr sein. Das Einzige, was mich wirklich stört ist, dass wir zu viele Tore über das Zentrum bekommen haben. Das haben wir anders vorgehabt. Aber das ist vielleicht auch der Qualität von Lemgo geschuldet.“

SPIEL-STATISTIK

Hamburg: Haug (9 Paraden), El-Tayar – Jørgensen (7 Tore / 2 Siebenmeter), Weller (6), Lassen (5), Sauter (4), Andersen (4/2), Kofler (3), Mortensen (2/2), Valiullin (1), Norlyk, Olafsson, Geenen, Gadza (n.e.), Botta (n.e.)