Einvernehmliche Trennung: Christian Hüneburg scheidet als Geschäftsführer des Handball Sport Verein Hamburg („HSVH“) nach der Saison aus

Der Handball Sport Verein Hamburg und Geschäftsführer Christian Hüneburg beenden ihre Zusammenarbeit im gegenseitigen Einvernehmen. Hüneburg wird sein Amt als Geschäftsführer zum 30. Juni 2026 niederlegen. Er hatte seine Aufgabe beim HSVH am 7. Oktober 2024 in einer wirtschaftlich herausfordernden Situation übernommen. Seitdem hat er maßgeblich zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Clubs beigetragen.

In seine Amtszeit fallen zentrale Fortschritte in der wirtschaftlichen Konsolidierung, darunter ein umfassender Schuldenschnitt, strukturelle Anpassungen sowie der erfolgreiche Abschluss der Lizenzierungsverfahren. Mit dem im Januar 2026 begonnenen Strategieprozess zur Ausrichtung des Clubs wurden darüber hinaus gemeinsam mit allen Stakeholdern des HSVH Leitplanken für die nächste Entwicklungsphase des HSVH definiert.

Die Nachbesetzung der Geschäftsführung erfolgt im Rahmen eines bereits begonnenen strukturierten, sorgfältig geführten Auswahlprozesses. Maßgeblich ist dabei nicht die schnellstmögliche Besetzung, sondern die passgenaue Auswahl einer Persönlichkeit, die den HSVH gemeinsam mit Sportdirektor Johannes Bitter und dem gesamten Team des HSVH in den nächsten Jahren bestmöglich voranbringt. Auf dieser Grundlage wird das Verfahren mit der gebotenen Sorgfalt und unter Berücksichtigung sowohl interner als auch externer Optionen geführt.

Anlass dieser Mitteilung ist die Berichterstattung sowie verschiedene öffentlich kursierende Spekulationen rund um die personelle Aufstellung der Geschäftsführung. Die Gesellschafter und Christian Hüneburg hatten sich bisher darauf verständigt zu einem späteren, intern abgestimmten Zeitpunkt umfassend zu informieren. Im Sinne größtmöglicher Transparenz und aus Respekt gegenüber unseren Partnern, Sponsoren und Mitarbeitenden, die Anspruch auf belastbare Information aus erster Hand haben, haben wir uns nun bewusst entschieden, diesen Schritt vorzuziehen. Eine offene Kommunikation ist für uns die Basis jeder vertrauensvollen Zusammenarbeit und daher auch in dieser Angelegenheit unser gemeinsamer Weg.

Kay Spanger, Präsident des HSVH:

„Christian Hüneburg hat in den vergangenen knapp zwei Jahren in einer für den Club sehr anspruchsvollen Phase Verantwortung übernommen. Insbesondere die wirtschaftliche Konsolidierung und die stabile Lizenzierung sind wesentliche Verdienste seiner Arbeit. Mit der erfolgreichen Stabilisierung und der Einleitung des Strategieprozesses für die kommenden Jahre ist eine zentrale Phase der Entwicklung des HSVH abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund ist der jetzige Zeitpunkt für das einvernehmliche Ende des Sanierungsprojektes folgerichtig.

Wir danken Christian Hüneburg ausdrücklich für seinen Einsatz und wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute.“

Johannes Bitter, Sportdirektor & Prokurist:

„Die Zusammenarbeit mit Christian war von großer Zuverlässigkeit, Klarheit und einem hohen Maß an Professionalität geprägt. Er hat in einer schwierigen Phase Ruhe und Struktur in die wirtschaftlichen Bereiche des Clubs gebracht und mit seinen Kompetenzen wichtige Themen vorangebracht.

Der gemeinsam mit unseren Unterstützern erreichte Schuldenschnitt und die wirtschaftliche Stabilisierung haben die grundlegende Basis des wirtschaftlichen Fundaments des HSVH geschaffen.“

Christian Hüneburg:

„Wir haben in den vergangenen knapp zwei Jahren gemeinsam viel erreicht. Nach dem erfolgreichen Sanierungsprozess und einem Schuldenschnitt von rund zehn Millionen Euro ist es uns gelungen, den Club zu stabilisieren und wirtschaftlich auf ein solides Fundament zu stellen.

Mit dem im Januar gestarteten Strategieprozess haben wir zudem die zentralen Leitlinien für die zukünftige Entwicklung des HSVH definiert. Damit ist eine Phase abgeschlossen, die stark von Stabilisierung und Strukturaufbau geprägt war. Meine Aufgabe habe ich immer auch darin gesehen, den Club in einer schwierigen Situation zu ordnen, ihm Perspektive zu geben und Strukturen zu schaffen – unabhängig von einzelnen Personen. Ein wesentlicher Teil des Projektes war es immer, mich selbst überflüssig zu machen. Vor diesem Hintergrund ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Verantwortung zu übergeben und den nächsten Entwicklungsschritt in neue Hände zu legen.

Ich danke dem gesamten Club mit seinen tollen Fans und Partnern, den Gremien sowie allen Mitarbeitenden für den Zusammenhalt und das Vertrauen. Ich habe auch in herausfordernden Zeiten sehr gern für den HSVH gearbeitet und wünsche dem Verein für die Zukunft maximalen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg.“

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