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Niederlage gegen Göppingen: Der HSVH lässt zu viele Chancen liegen

Drittletztes Saisonspiel für den Handball Sport Verein Hamburg: Gegen den Tabellenneunten FRISCH AUF! Göppingen kassiert das Team von Trainer Torsten Jansen in der Barclays Arena eine 28:34-Niederlage (Halbzeitstand 13:16). Damit haben die Gastgeber die letzte Chance vertan, bis zum Ende der Saison an den Gästen vorbeizuziehen und einen einstelligen Tabellenrang zu erreichen.

Die Hamburger begannen, wie im Vorfeld vermutet, mit Casper U. Mortensen. Der Däne hatte zuvor seit dem Auswärtsspiel in Hannover nicht mehr auf der Platte gestanden und zeigte sich nach vorheriger Knieverletzung gut erholt. So treffsicher wie im Hinrundenspiel gegen Göppingen agierte er aber bei Weitem nicht. Mit seinen ersten drei Würfen scheiterte er an Torhüter Kristian Sæverås. In der zweiten Hälfte sollte ihm aber immerhin ein Tor per Siebenmeter gelingen.

Die erste Führung ging an Hamburg. Moritz Sauter, der zuletzt von Alfred Gislason für die DHB-Auswahl nominiert wurde, traf nach Tempogegenstoß zum 1:0. Franko Lastro glich wenig später von Rechtsaußen aus, ehe Sauter erneut traf. Ludvig Jurmala Aström gelang dann aber das 3:2 für die Gäste, die damit erstmals in der Begegnung vornelagen. Danach ging es hin und her – ehe sich die Gäste in der 9. Minute durch Erik Persson erstmals mit zwei Toren absetzten (6:4).

Anschließend dauerte es eine Weile, ehe der nächste Torjubel erklang: Jacob Lassen verkürzte in der 13. Minute auf 5:6. Als Andreas Magaard anschließend das 6:6 erzielte, waren die Hanseaten wieder da. Doch Göppingen wirkte in seinen Aktionen effektiver und erzielte durch Rutger ten Velde in der 24. Minute erstmals in der Partie einen Vier-Tore-Vorsprung (12:8). HSVH-Coach Jansen nahm daraufhin eine Auszeit. Und Hamburg kam bis zum Ende der ersten Hälfte auf 13:16 heran.

Dass der Rückstand Ende der ersten 30 Minuten nicht noch größer wurde, war sicher auch ein Verdienst von Hamburgs Torhüter Mohamed El-Tayar. Der Ägypter kam für den teils glücklosen Robin Haug in die Begegnung und stand auch in der zweiten Halbzeit im Gehäuse der Hanseaten. Mit dabei war jetzt auch Nachwuchs-Mann Xavier Apelt auf Linksaußen, der für Mortensen in die Partie kam.

Mit 20:14 zog Göppingen in den zweiten 30 Minuten davon. Nachdem es eine Zwei-Minuten-Strafe für Lassen und Gelb gegen Trainer Jansen gab, hieß es sogar 23:14 für das Auswärtsteam. Immerhin erzielte Apelt danach seine ersten beiden Tore in der DAIKIN HBL – später folgte sogar noch ein dritter Treffer. Und Hamburg kam noch einmal heran: Einar Olafsson traf zum 21:25, Frederik Bo Andersen per Siebenmeter gar zum 23:26. Zu mehr reichte es nicht: Trotz zweier Tore von Toma Gadza hieß es schließlich 28:34.

HSVH-Coach Jansen gab sich nach der Partie unzufrieden: „Natürlich ist es schwer, wenn man sich gegen so eine starke Abwehr immer wieder gute Chancen erarbeitet und diese dann nicht nutzt. Das spielt irgendwann auch im Kopf eine Rolle. Wir hatten zwischendurch, gerade in der zweiten Halbzeit, zwar eine gute Phase. Aber insgesamt bin ich nicht froh darüber, wie das Spiel heute gelaufen ist. Man hat gesehen, dass Göppingen in jedem Moment des Spiels richtig Bock hatte, Abwehr zu spielen. Genau diese Kompaktheit und Aggressivität haben uns in den entscheidenden Phasen gefehlt – besonders bei den letzten zwei, drei Ballstafetten und dem letzten Wurf.“

SPIEL-STATISTIK

Hamburg: El-Tayar (5 Paraden/Siebenmeter), Haug (3) – Magaard (5 Tore), Andersen (5/2 Siebenmeter), Sauter (4), Apelt (3), Jørgensen (3/2), Lassen (3), Gadza (2), Kofler (1), Mortensen (1/1), Olafsson (1), Weller, Valiullin (n.e.), Botta (n.e.),  El-Shobaky (n.e.)

Frederik Bo Andersen

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