Kapitän Niklas Weller beendet im Sommer seine Spielerkarriere und wechselt ins Präsidium
Kapitän Niklas Weller beendet nach der laufenden Saison seine einzigartige Karriere als Spieler beim HSVH und wechselt im Sommer ins Präsidium. Weller gehört seit der Saison 2016/17 zum Profikader und prägte wie kaum ein anderer den Neuanfang des HSVH. Ab Sommer wird Niklas Weller das Amt des Präsidenten des HSVH übernehmen.
10 Jahre HSVH – Niklas Weller beendet seine sportliche Laufbahn
Nach dieser Saison geht beim Handball Sport Verein Hamburg eine Ära zu Ende: Kapitän Niklas Weller wird nach der laufenden Spielzeit seine aktive Spielerkarriere beenden. Mit ihm verlässt eine der prägendsten Identifikationsfiguren der Vereinsgeschichte das Handballfeld. Eine einzigartige und einmalige Karriere im Trikot des HSVH findet damit ihren sportlichen Abschluss.
Niklas Weller kennt den Verein wie kaum ein anderer. Seit über zehn Jahren trägt er das Hamburger Trikot und ist aus der Geschichte des HSVH nicht mehr wegzudenken. Als langjähriger Kapitän, emotionaler Leader und Wortführer auf und neben dem Feld hat er den Weg des Vereins entscheidend mitgeprägt – sportlich wie menschlich.
Von der Oberliga in die Bundesliga
Seine Reise begann im Sommer 2015, als Weller vom TSV Ellerbek zur U23 des damaligen HSV Handball wechselte. Nach der Insolvenz des damaligen HSV Handball war er Teil der Mannschaft, die in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein den Grundstein für den Neustart legte – und damit für einen zentralen Meilenstein in der Neuausrichtung als Handball Sport Verein Hamburg. Von der viertklassigen Oberliga aus arbeitete sich der Kreisläufer gemeinsam mit dem Team Schritt für Schritt nach oben – bis zurück in die Bundesliga.
Er der einzige Spieler aus jener Oberliga-Mannschaft, der noch immer im Kader des aktuellen Erstliga-Teams steht – ein Beleg für seine außergewöhnliche Entwicklung und Konstanz. Jahr für Jahr steigerte Weller seine Leistungen und wuchs mit den Anforderungen.
Der sportliche Höhepunkt folgte in der Saison 2020/21: Der HSVH sicherte sich die Meisterschaft in der 2. Handball-Bundesliga und damit die Rückkehr ins deutsche Oberhaus. Als Kapitän führte Niklas Weller das Team von Trainer Torsten Jansen zum Titel – und wurde darüber hinaus als MVP der zweiten Liga ausgezeichnet.
Doch Weller prägte den HSVH nicht nur durch seine Geschichte, sondern auch durch seine anhaltende sportliche Bedeutung. Als emotionaler Anführer, Identifikationsfigur und unverzichtbare Persönlichkeit ist er seit vielen Jahren eine feste Größe im Team. Trainer Torsten Jansen kennt und begleitet ihn seit Wellers Ankunft in Hamburg – seit 2017 arbeitet das Duo in der ersten Mannschaft eng zusammen.
Auch in der aktuellen Spielzeit beweist der Kreisläufer noch einmal seinen Wert für das Team. In der laufenden Saison kommt Weller auf 479 Minuten Spielzeit und erzielte bisher 30 Tore.
Niklas Weller: „Es ist gut, dass jetzt für alle Klarheit herrscht“
Niklas Weller ist froh, dass Gewissheit um seine sportliche Zukunft herrscht und richtet den Blick schon auf den Bundesliga-Restart: „Für mich wird es das Ende einer unglaublichen sportlichen Reise. Mein Körper und Kopf geben mir eindeutige Zeichen, dass dies meine letzte Saison als Spieler des HSVH sein sollte. Es ist gut, dass jetzt für alle Klarheit herrscht. Mein voller Fokus ist auf eine starke Rückrunde mit meiner Mannschaft sowie unseren unglaublichen Fans und Partnern gerichtet!“
Johannes Bitter: „Einer der prägendsten Spieler des HSVH“
Sportdirektor Johannes Bitter bedauert den sportlichen Verlust von Niklas Weller ab Sommer: „Niklas war in den letzten 10 Jahren zweifelsohne einer der prägendsten Spieler des HSVH. Seine Bedeutung als Spieler, Kapitän und Unterstützender in allen Belangen war und ist unglaublich hoch. In den vielen reflektierten Gesprächen mit Niklas ist deutlich geworden, dass sein Entschluss gereift und gefestigt ist und es wenig Sinn macht, Hoffnung auf die Verlängerung seiner sportlichen Laufbahn zu setzen – was absolut in unserem Interesse gewesen wäre! Jetzt freuen wir uns auf die verbleibenden 14 Spiele und alles, was danach mit Niklas noch kommt.“
Niklas Weller übernimmt das Amt des Präsidenten
Niklas Weller wird den Verein jedoch in anderer Rolle weiter prägen und ab Sommer das Amt des Präsidenten ausüben. Er folgt somit auf Kay Spanger, der dem HSVH weiterhin in anderer Funktion zur Verfügung stehen wird. Durch den ohnehin engen Austausch zwischen Niklas Weller und Johannes Bitter wird die optimale Zusammenarbeit zwischen dem HSVH und der Bundesligamannschaft in der Betriebsgesellschaft gestärkt.
Philipp J. Müller, Mitglied des Aufsichtsrats, ist sehr froh über die neue Rolle von Niklas Weller: „Auch wenn wir Niklas natürlich auf dem Spielfeld vermissen werden, freuen wir uns als Aufsichtsrat sehr, dass wir ihn für die Rolle als Präsidenten gewinnen konnten. Mit seiner Geschichte beim HSVH aber insbesondere auch seinem juristischen Hintergrund wird er uns helfen, die Arbeit der Gremien durch neue Strukturen weiter zu verbessern. Niklas wird nach seiner beeindruckenden sportlichen Laufbahn beim HSVH mit seiner Energie und seinem Einsatz eine tragende Säule unseres neuen Weges sein, den wir seit knapp 2 Jahren gehen.”
Der amtierende Präsident Kay Spanger freut sich auf die Zusammenarbeit für den HSVH mit Niklas Weller: „Für mich war immer klar, dass Niklas nach seiner sportlichen Karriere eine wichtige Rolle in unserem Verein einnehmen wird. Durch seine sportliche Strahlkraft und seine beruflichen Erfahrungen ist er die perfekte Besetzung für das Amt des Präsidenten. Ich freue mich, ihm weiter zur Seite zu stehen und gemeinsam die nächsten wichtigen Schritte für unseren Verein einzuleiten. Ich bin mir sicher, dass Niklas diese sportlichen, strukturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen optimal voranbringen wird.”
Auch Weller blickt voller Vorfreude auf die kommenden Aufgaben: „Der Verein hat in den letzten Jahren einen wichtigen Teil in meinem Leben eingenommen. Ich freue mich daher sehr, dass mir das Vertrauen geschenkt wird, den Verein auch in Zukunft maßgeblich mitzugestalten und das Bestmögliche für den HSVH – sowohl Bundesligamannschaft als auch Jugendabteilung – zu erreichen.”








