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Casper U. Mortensen verlässt den HSVH nach der Saison und kehrt nach Dänemark zurück

Der HSVH und Casper U. Mortensen haben sich darauf geeinigt, den auslaufenden Vertrag im Sommer nicht zu verlängern. Mortensen kehrt nach insgesamt fünfeinhalb erfolgreichen Jahren in Hamburg nach dieser Saisongemeinsam mit seiner Familie zurück nach Dänemark.

Der Handball Sport Verein Hamburg wird sich nach der laufenden Spielzeit von Linksaußen Casper U. Mortensen verabschieden. Der Däne hat sich gemeinsam mit seiner Familie dazu entschieden, im Sommer nach Dänemark zurückzukehren und damit seine Zeit beim HSVH zu beenden. Nach insgesamt fünfeinhalb Jahren in Hamburg endet damit ein erfolgreiches Kapitel.

Mortensen kam vom FC Barcelona zum HSVH

Mortensen kehrte im Sommer 2021 vom FC Barcelona nach Hamburg zurück. Bereits 2015 hatte der Linksaußen für ein halbes Jahr in der Hansestadt gespielt. Die damals nur kurze Zeit sah Mortensen als unvollendet an – ein Grund, weshalb er sich 2021 erneut für einen Wechsel an die Elbe entschied.

„Für mich war meine erste Zeit in Hamburg ein unabgeschlossenes Kapitel. Ich war nur ein halbes Jahr hier, dann war alles plötzlich vorbei – sportlich lief es gut, die Bedingungen waren perfekt, und trotzdem ist dieser Traum sehr schnell zerbrochen“, blickt Mortensen zurück. „Als meine Zeit in Barcelona zu Ende ging, war es tatsächlich meine Frau, die gesagt hat: Was ist eigentlich mit Hamburg? Ab diesem Moment gab es für mich keine andere Option mehr.“

Nach großen Erfolgen mit dem FC Barcelona – darunter mehrere spanische Meisterschaften, nationale Pokalsiege und der Gewinn der EHF Champions League – zog es den Dänen zurück in die Bundesliga.

„Hamburg war immer meine Wunschstadt, die Bundesliga meine Wunschliga. Dieser Verein war damals wie ein Topklub aufgebaut – und das ist er heute immer noch“, so Mortensen. „Mein Ziel war immer: Wenn ich diesen Verein irgendwann verlasse, dann möchte ich sagen können, dass ich sportlich immer alles gegeben habe.“

Torschützenkönig im Hamburg-Trikot

Sportlich setzte Mortensen in Hamburg zahlreiche Ausrufezeichen. In der Saison 2022/23 wurde er mit 234 Treffern in 32 Spielen zum zweiten Mal Torschützenkönig der Handball-Bundesliga. Der HSVH stellte am Saisonende einen Punkterekord auf und kämpfte bis zum letzten Spieltag um einen Europapokalplatz.

Auch in der laufenden Saison stellt Mortensen seine Qualitäten einmal mehr unter Beweis. Der Linksaußen erzielte bislang 83 Tore bei knapp 75% Wurfquote.

Rückkehr nach Dänemark zur Familie

Ein zentraler Faktor für die Entscheidung, nach dieser Saison Hamburg zu verlassen ist die Familie. „Auf dieser Auslandsreise ist unser Sohn geboren worden, und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, näher bei unserer Familie in Dänemark zu sein. Diese Entscheidung haben wir nicht spontan getroffen – sie fühlt sich für uns genau richtig an.“

An seiner Einstellung auf dem Feld ändert der Abschied nichts. Mortensen will die verbleibenden Spiele mit voller Intensität angehen – so, wie ihn Fans, Mitspieler und Trainer kennen. „Dass ich gehe, ändert meinen Fokus überhaupt nicht. Ich will jedes Spiel gewinnen, ich hasse es zu verlieren“, betont er. „Ich möchte, dass die Leute sagen: Dieser Typ hat jedes Spiel alles gegeben.“

Wie es handballerisch für Mortensen ab Sommer weitergeht, bleibt offen.

Johannes Bitter: „Er ist ein extrem charakterstarker Typ“

Sportdirektor Johannes Bitter blickt zurück: „Casper war 2015 schon einmal hier, wir haben damals schon zusammengespielt. Schon zu dieser Zeit hat er gezeigt, was für ein großartiger Kerl er ist. Das Schicksal hat uns dann 2021 wieder in Hamburg zusammengeführt – und ich glaube, wir hatten hier gemeinsam eine richtig tolle Zeit. Ich kann ehrlich sagen: Mit ihm hatte ich mit den meisten Spaß in meiner bisherigen Karriere. Er ist ein extrem charakterstarker Typ, der immer versucht hat, alle um sich herum besser zu machen.

Die Entscheidung, nach Dänemark zurückzukehren, respektiert Bitter, bedauert aber den Abschied eines Vorzeigeprofis: „Casper ist ein absoluter Vollprofi in allen Bereichen – im Training, in der Einstellung, im Umgang mit der Mannschaft. Er bringt einfach das komplette Gesamtpaket mit und ist ein absolutes Vorbild für alle, besonders für jüngere Spieler. Wir haben viele Gespräche geführt und gemeinsam überlegt, wie eine weitere Zusammenarbeit aussehen könnte. Am Ende sind wir aber zu dem Entschluss gekommen, dass für Casper die Familie an erster Stelle steht. Nach vielen Jahren im Ausland haben sich die Prioritäten verschoben, und es ist für ihn der richtige Moment, nach Dänemark zurückzukehren. Das respektieren und akzeptieren wir selbstverständlich.“

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