Olympiasieger meets Europameister: Philipp Raimund zu Gast beim HSVH-Team mit Frederik Bo Andersen
Überraschungsgast beim Training vom Handball Sport Verein Hamburg: Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund nutzte die Gelegenheit, im Rahmen eines Hamburg-Besuchs bei den Hanseaten vorbeizuschauen. Wie im Sport üblich, kam es zu einem Battle.
Skispringen und Handball – was passt da besser als ein Showdown zwischen dem Olympiasieger auf der Normalschanze und Handball-Europameister Frederik Bo Andersen mit seinen Teamkollegen beim Counter Movement Jump? Gesagt, getan: Am Ende hatte der 25-jährige Raimund mit einer Sprunghöhe von 65,71 Zentimetern die Nase vorn.
Für HSVH-Athletikcoach Philipp Winterhoff war das keine Überraschung: „Zwar machen wir den Test täglich zur Überprüfung des neuromuskulären Zustands. Doch dass Philipp vorn lag, wundert mich nicht. Denn das Springen ist ja letztendlich seine Hauptdisziplin. Wir machen im Handball auch viele multidirektionale Bewegungen, Abstopp- und Antrittsbewegungen. Deshalb finde ich, dass unsere Jungs da gar nicht so schlecht abgeschnitten haben.“
HSVH-Rechtsaußen Andersen zollte dem Olympiasieger für die Sprunghöhe Respekt. „Das kann er einfach“, so der 27-Jährige. „Er hat das Springen voll drauf. Das soll keine Ausrede sein: Aber wir haben hier ja auch einen anderen Fokus.“ Der Absprung beim Skispringen sei aus seiner Sicht statischer, der Fokus liege auf dem Moment des Sprungs. „Wir laufen dabei mit dem Ball oder haben eine gewisse Geschwindigkeit. Das ist ein großer Unterschied.“
Das war auch Raimund klar. Daher wollte er seine Sprung-Leistung nicht überbewerten. „Tatsächlich habe ich gewonnen. Aber die Jungs haben es mir schwer gemacht, muss ich ganz ehrlich sagen. Aber ich habe mitbekommen: Die machen das beim Handball etwas anders als wir beim Skispringen. Deswegen weiß ich nicht, ob das so ganz hundertprozentig zählt.“
Grundsätzlich habe ihm der Besuch bei den Handballern sehr gut gefallen. „Ich muss schon sagen, beim Skispringen ist man immer in einer Einzelsportart unterwegs“, so der Olympiasieger. „Man hat zwar ein Team. Aber halt anders als hier, mit dem Teamgedanken, den man hier in der Trainingshalle sieht. Mit sechzehn, achtzehn Leuten zusammen auf dem Feld zu stehen und gemeinsam zu trainieren, das kenne ich nicht. Deswegen: Warum nicht mal so eine Teamsportart? Vielleicht hobbymäßig oder so etwas. Bislang sieht das nicht verkehrt aus.“
Wer weiß: Vielleicht sehen sich Handballer und Skispringer ja bei einem Heimspiel oder an einer Skisprungschanze wieder? Die Chemie stimmte jedenfalls.
Ein Video mit Philipp Raimund beim HSVH-Training gibt es auf dem YouTube-Kanal. Eintrittskarten für die nächsten HBL-Heimspiele sind im Ticketshop erhältlich. Zu den Meldungen vom Handball Sport Verein Hamburg geht es in den News.


