Die „jungen Wilden“ vom Handball Sport Verein Hamburg stürmen die Handball-Bundesliga
Namen wie Niklas Weller, Frederik Bo Andersen, Casper U. Mortensen oder Moritz Sauter sind bei den Handball-Fans in Hamburg – und auch über die Stadtgrenzen hinaus – längst ein Begriff. Doch was ist mit Toma Gadza, Maximilian Botta oder Anton Härtel? Zwar haben sich die „jungen Wilden“ des HSVH noch nicht so richtig in den Köpfen aller Handballfans festgesetzt. Doch sie sind auf einem guten Weg – und dürfen sich trotz ihres jungen Alters in dieser Saison über Einsatzzeiten in der „stärksten Liga der Welt“ freuen.
Aus dem HSVH-Nachwuchs sind Toma Gadza (17 Jahre), Maximilian Botta (19), Anton Härtel (18), Xavier Apelt (18), Mahmoud El-Shobaky (18), Norwin Pein (23), Ben Levermann (20), Levin Unbehaun (21) und Shane Kerber (19) in dieser Saison im Bundesliga-Kader der Hanseaten zum Zug gekommen – sieben davon sogar auf dem Spielfeld. Gadza und Botta trugen sich sogar in die Torschützenliste ein.
Dabei hat es Youngster Gadza bereits auf sieben Tore gebracht. Trotzdem kann er eine gewisse Nervosität vor den Spielen nicht verleugnen. „Die Aufregung ist definitiv eine andere“, erzählt er. „In der Jugend kennt man seine Gegenspieler oft schon jahrelang, daher ist man eher in seiner Komfortzone. Wenn du dann aber in der Handball-Bundesliga vor einer großen Zuschauerkulisse aufläufst und plötzlich Nationalspielern gegenüberstehst, die du nur vom Bildschirm kanntest, kribbelt es schon ein bisschen im Bauch. Wenn ich dann aber den ersten Ball in der Hand hatte, schaltet bei mir der Kopf um. Und dann geht es nur noch um Handball. Die Aufregung verwandelt sich dann in einen Fokus. Und genau den brauche ich auch, um meine Leistung zu bringen.“
Für Maximilian Botta sind die Erstliga-Einsätze nicht mehr ganz so neu. Der 19-Jährige feierte in der Saison 2024/25 sein HBL-Debüt. „Das war gegen die Füchse Berlin und eine Riesen-Sache für mich“, erinnert er sich. In dieser Saison durfte sich Botta dann im Heimspiel gegen den HC Erlangen über sein erstes Tor in der DAIKIN HBL freuen. „Das war einfach unglaublich. Ich weiß noch genau, Toma Gadza, Ben Levermann und ich wurden eingewechselt. Wir waren in Überzahl und Oliver Norlyk stand in der Mitte und spielte mir den Ball zu. Dann dachte ich nur noch: Ball fangen, umdrehen, werfen und beten, dass er reingeht. Als ich gesehen habe, dass der Ball drin ist, war das überragend – und sehr emotional.“
Vom ersten Bundesliga-Tor kann Anton Härtel noch nicht berichten. Nach zwei Kurzeinsätzen in der Handball-Bundesliga – gegen den THW Kiel und beim HC Erlangen – musste er zuletzt aufgrund von muskulären Problemen pausieren. Nur zuschauen zu können, sei unangenehm gewesen. „Das war schon sehr hart, ich habe mich so machtlos gefühlt“, so Härtel. Umso mehr brennt der 18-Jährige darauf, wieder im Kader zu stehen: „Ich habe mittlerweile zwölf Jahre auf genau diesen Moment hingearbeitet. Ich habe zweimal meinen Wohnort gewechselt, um das Bestmögliche rauszuholen. Jetzt in der Lage zu sein, für den HSVH in der Handball-Bundesliga zu spielen und vielleicht mein erstes HBL-Tor zu machen, das ist echt aufregend.“
Eintrittskarten für die letzten beiden HSVH-Heimspiele in dieser Saison gibt es hier.


