Vorbericht: Der Handball Sport Verein Hamburg kann in Magdeburg frei aufspielen
Am Sonntag (Anwurf: 16.30 Uhr) steht für den HSVH das Auswärtsspiel beim SC Magdeburg auf dem Programm. Die Gastgeber könnten im Falle eines Sieges sogar schon vorzeitig Deutscher Meister werden – Voraussetzung dafür wären allerdings eine Niederlage der SG Flensburg-Handewitt (am Samstag gegen Lemgo) und ein Punktverlust der Füchse Berlin (Sonntag in Kiel). Unabhängig davon, ob der Tabellenführer aus Sachsen-Anhalt die Meisterschaft tatsächlich vorzeitig sichern kann oder nicht: Hamburg wird versuchen, in der GETEC Arena einen starken Auftritt hinzulegen.
„Ob Magdeburg Meister werden kann oder nicht, darüber denken wir gar nicht nach“, sagt HSVH-Kreisläufer Andreas Magaard. „Unser Ziel ist immer, die Spiele zu gewinnen. Und das wäre, vor diesem Publikum und bei dieser Konstellation, natürlich ein kurioser Erfolg für uns.“ Seit dem Aufstieg 2021 in die Handball-Bundesliga konnten die Hamburger noch nie gegen Magdeburg gewinnen – in neun HBL-Partien gelang den Hanseaten nicht einmal ein Punktgewinn. Im Hinrundenspiel am 5. Oktober hatte der SCM aber einige Mühe. Der HSVH ging mit einer 16:12-Führung in die Halbzeitpause. Am Ende hieß es aber doch noch 30:29 für Magdeburg.
„Sie sind wirklich unfassbar gut“, weiß Magaard um die Stärken des amtierenden Champions-League-Siegers. „Sie sind sehr eingespielt. Sie besitzen individuelle Qualitäten. Ihr Eins-gegen-Eins-Spiel ist das beste der Liga, vielleicht sogar der Welt. Und sie haben natürlich mit Magnus Saugstrup in der Mitte eine gute Abwehr und mit Sergey Hernandez einen starken Torhüter.“ Damit sei es für jede Mannschaft schwierig, gegen den SC Magdeburg zu bestehen. Im Vorfeld geschlagen geben will man sich aber nicht. Magaard: „Manchmal ist es gut, wenn die Erwartungshaltung nicht so groß ist. Dann kann man frei aufspielen.“
Für Magaard, der nach der Saison vom Handball Sport Verein Hamburg zu GOG Handball (Dänemark) wechselt, ist es der letzte Auftritt im HSVH-Trikot in der GETEC-Arena. Insofern dürfte die Begegnung ein besonderer Leckerbissen für ihn sein. „Das macht natürlich immer Spaß, in solchen Arenen zu spielen“, bestätigt der 27-Jährige. Für ihn selbst seien aktuell aber die Heimspiele wichtiger. Magaard: „Hamburg war ja vier Jahre lang meine Heimat und da will ich dem Anhang möglichst viel zurückgeben.“ Ein überraschender Auswärtssieg in Magdeburg wäre allerdings auch ein Riesen-Geschenk für die HSVH-Fans.







