Der Handball Sport Verein Hamburg bekommt es am 4. Juni – im letzten Heimspiel der Saison – mit der HSG Wetzlar zu tun. Die Gäste aus Mittelhessen sind bereits seit 1998 in der 1. Handball-Bundesliga dabei – und schafften es immer wieder die Klasse zu halten. Manchmal war es knapp. Und auch dieses Mal ist noch nicht ganz klar, ob Wetzlar noch zittern muss. Sollte Minden am Vortag (3. Juni) gegen den THW Kiel verlieren, wäre der Klassenerhalt für die HSG aber sicher. Für den HSVH ändert sich durch die jeweilige Konstellation aber nichts.

„Klar, für Wetzlar könnte es, je nachdem wie Kiel in Minden spielt, ein besonderes Spiel werden“, sagt Jacob Lassen. Der dänische Nationalspieler, der nach der Saison zu den Rhein-Neckar Löwen wechselt, fährt fort: „Aber für uns ändert sich überhaupt nichts: Wir wollen uns die zwei Punkte holen. Das ist genau wie in den anderen Spielen auch. Und weil es, wie für fünf andere Spieler auch, unser allerletztes Heimspiel für den HSVH ist, wollen wir natürlich unbedingt gewinnen.“

Die Chancen stehen seiner Meinung nach gar nicht so schlecht. „Ich würde sagen, Wetzlar ist in dieser Saison unter seinen Möglichkeiten geblieben“, so Lassen. „Ich finde, sie haben eine gute Mannschaft mit einigen individuell sehr starken Spielern. Aber wir wissen selbst, wie das ist: Wenn wir nicht zu hundert Prozent unsere Leistung bringen, gehen wir auch ganz schnell als Verlierer vom Feld. Die Liga ist eben stark. Da sollte man sich keine Schwächen erlauben. Aber grundsätzlich haben wir gegen Wetzlar fast immer gut ausgesehen.“

Seit dem HSVH-Aufstieg im Jahr 2021 trafen die Hamburger und die HSG in der 1. Handball-Bundesliga neunmal aufeinander. Dabei behielten die Hanseaten gleich siebenmal die Oberhand. Zweimal gewann Wetzlar. Auch im letzten Duell, in der Hinrunde, verbuchte der HSVH das bessere Ende für sich. Da hieß es 35:25 für Hamburg. Nachdem es zur Halbzeit nur 14:14 stand, zeigte der HSVH ein anderes Gesicht. Dabei hinterließ Torhüter Mohamed El-Tayar mit insgesamt 14 Paraden einen starken Eindruck. Und auch Lassen erwischte einen guten Tag.

Auch für die Begegnung am 4. Juni hat sich der Däne etwas vorgenommen. Lassen: „Das ist schon ein besonders Spiel für mich. Meine Familie und ich – wir hatten vier großartige Jahre hier. Daher freue ich mich auf Donnerstag. Denn es war eine superschöne Zeit beim HSVH.“

Fotos: Jenniver Röczey/HSG Wetzlar und Thorge Huter/HSVH

Dyn überträgt am 4. Juni ab 18.45 Uhr live. Eintrittskarten für die Begegnung gibt es hier. Weitere Nachrichten vom Handball Sport Verein Hamburg gibt es hier.