Handball Sport Verein Hamburg
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Abenteuerliche Reise zur TSV Hannover-Burgdorf: HSVH fehlen mindestens zwölf Profis beim Duell mit den Recken

Der Handball Sport Verein Hamburg gastiert am morgigen Donnerstag (21.04., 19:05 Uhr, ZAG Arena Hannover) zum Nachholspiel des 19. Spieltags der LIQUI MOLY HBL bei der TSV Hannover-Burgdorf. Der HSVH tritt die Reise mit nur fünf sicher spielfähigen Profis an, hofft noch auf einen Einsatz von Nicolai Theilinger, Frederik Bo Andersen und Manuel Späth und wird von U19-Spielern unterstützt.

Nach einigen freien Oster-Tagen startete der Handball Sport Verein Hamburg am Montag in die Vorbereitung auf das Gastspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf, die sich jedoch bereits zu Beginn der Woche mehr als schwierig gestaltete, da Trainer Torsten Jansen zahlreiche Ausfälle zu beklagen hatte und überhaupt nicht richtig im Mannschaftsverbund trainieren konnte.

Dem HSVH fehlen momentan sechs Profis aufgrund von Verletzungen: Leif Tissier, Niklas Weller, Lukas Ossenkopp, Jan Kleineidam, Thies Bergemann und Thore Feit können aktuell nicht am Geschehen teilnehmen. Sie fehlten nicht nur im Training, sondern sind auch für das Hannover-Spiel keine Option. Gleiches gilt für das Torhüter-Duo um Johannes Bitter und Jens Vortmann. Bitter ist aufgrund einer Magen-Darm-Infektion krankgeschrieben und Vortmann hat nach seiner Corona-Infektion noch keine Freigabe der Ärzte des HSVH erhalten, weil die Nachwirkungen noch nicht vollständig abgeklungen sind. Ein kurzfristiger HSVH-Antrag auf Spielverlegung wegen der zwei fehlenden Torhüter wurde von der Handball-Bundesliga abgelehnt.

Mit Dominik Axmann, Philipp Bauer, Jonas Gertges, Jan Forstbauer und Manuel Späth vermisste Trainer Torsten Jansen zudem fünf weitere Profis aufgrund einer Corona-Infektion. Späth, Axmann und Bauer konnten zwar mittlerweile die Isolation verlassen, bis auf Routinier Späth kommt aber keiner der Corona-Infizierten für einen Einsatz gegen die Recken in Frage. Späths Einsatz ist abhängig von einer sportmedizinischen Untersuchung am Donnerstagvormittag. Sollte der 36-Jährige von den Ärzten grünes Licht bekommen, tritt er die Reise nach Hannover mit an, auch wenn er seit mehr als einer Woche nicht trainiert hat.

So fehlen dem HSVH beim Gastspiel in Hannover mindestens 12 Spieler. Nur Finn Wullenweber, Tobias Schimmelbauer, Casper Mortensen, Azat Valiullin und Jonas Maier sind topfit und stehen sicher bereit. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem erkälteten Frederik Bo Andersen, hinter Nicolai Theilinger, der an einer Fingerverletzung laboriert, und eben hinter Manuel Späth. Können alle drei in der ZAG Arena zum Einsatz kommen, kann der HSVH immerhin acht Profi-Spieler auf die Platte schicken. Im schlechtesten Fall sind es nur fünf.

HSVH ergänzt seiner Kader durch Spieler der U19

Um am Donnerstag ein spielfähiges Team auf die Platte zu schicken, ergänzt der HSVH sein Profi-Team durch vier Spieler aus der U19 von Trainer Sven Rusbült. Kreisläufer Alexander Most (19 Jahre), Rechtsaußen Mats Quardfasel (19), Mittelmann Max Niemann (18) und Torwart Alexander Pinski (19) rutschen in den Kader des HSVH. Pinski wird zusammen mit Jonas Maier das Torhüter-Duo der Hamburger bilden. Alle vier U19-Spieler verfügen über keinerlei Erfahrung im Profibereich und werden am Donnerstag ins kalte Wasser geworfen.

Hannover steckt mitten im Abstiegskampf

Die Recken belegen nach 24 absolvierten Partien den 14. Tabellenplatz und haben 17:31 Punkte auf dem Konto. Zuletzt überzeugte die Mannschaft von Trainer Christian Prokop beim 32:32-Unentschieden bei den Füchsen Berlin. Filip Kuzmanovski erzielte zwei Sekunden vor Ende des Spiels per Kempa den umjubelten Ausgleichstreffer und bescherte den Recken einen wichtigen Punkt gegen den Favoriten aus Berlin.

Auf den HSVH wartet eine spielerisch starke Mannschaft, die in Johan Hansen (115 Saisontreffer) und Ivan Martinovic (104) ihre besten Torschützen hat. Das Torhüter-Duo bilden Domenico Ebner (112 Paraden) und Urban Lesjak (128). Im Hinspiel im Dezember setzte sich der HSVH mit 25:23 vor heimischer Kulisse durch. Johannes Bitter steuerte zu diesem Sieg in der Barclays Arena 19 Paraden bei – beim Rückspiel wird er diesmal fehlen.

Der Handball Sport Verein Hamburg hat aufgrund der mehr als ungewohnten Ausgangssituation und dem stark dezimierten Kader nichts zu verlieren und kann bei den Recken befreit aufspielen. Ein Erfolg des HSVH wäre angesichts der personellen Lage eine dicke Überraschung und unter diesen Vorrausetzungen ein echter Bonuspunkt im Kampf um den Klassenerhalt.

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