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Auswärts beim Tabellennachbarn: HSVH trifft auf formstarke TSV Hannover-Burgdorf

Der Handball Sport Verein Hamburg reist am Donnerstag (06.10., 19:05 Uhr, ZAG Arena, Hannover) zum 7. Spieltag der LIQUI MOLY HBL zur TSV Hannover-Burgdorf. Die Recken stehen nach sechs absolvierten Partien auf Rang 8 und somit einen Platz vor dem HSVH. Für die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen geht es beim Spiel gegen den Tabellennachbarn vor allem darum, die Niederlage gegen den THW Kiel vergessen zu machen und an die Leistungen aus den vorherigen Spielen anzuknüpfen.

Nur drei Tage nach der schmerzhaften, aber zugleich erwartbaren 28:40-Niederlage gegen den Rekordmeister aus Kiel geht es für den Handball Sport Verein Hamburg in der Bundesliga weiter. Der HSVH gastiert bei der TSV Hannover-Burgdorf und erwartet einen Gegner, der nach einer enttäuschenden letzten Saison in der aktuellen Spielzeit richtig gut aufgelegt ist. Die Recken belegen derzeit Platz 8 und sind mit 8:4-Punkten gut in die Saison gestartet – mit 6:6-Punkten steht der HSVH momentan einen Platz hinter der Mannschaft von Trainer Christian Prokop.

Hannover hat in dieser Spielzeit lediglich gegen den THW Kiel und gegen die SG Flensburg-Handewitt Punkte abgegeben. Zugegebenermaßen zwei Gegner, gegen die Niederlagen keine Überraschung sind. Ihre anderen vier Spiele konnten die Recken gewinnen. Zuletzt bewiesen sie im Gastspiel bei GWD Minden ihre Nervenstärke. Am Ende stand in Ostwestfalen ein 35:34-Sieg für die Recken zu Buche, der in Summe zwar verdient, aber auch ein hartes Stück Arbeit für die Gäste war. GWD lieferte den Recken einen offenen Schlagabtausch, in der vor allem die Offensiv-Reihen zu überzeugen wussten – die Torhüter spielten auf beiden Seiten kaum eine Rolle. Der Ex-Kieler Dario Quenstedt im Tor der TSV kam am Ende auf eine Fangquote von 20% und lediglich vier Paraden. Sein Kollege Domenico Ebner steuerte nur zwei Paraden zum Sieg bei.

Angriff der Recken überzeugt

Entscheidend war an diesem Tag die gute Angriffsleistung, die vor allem über den linken und rechten Rückraum sichtbar wurde. Der erst 20-jährige Neuzugang Renars Uscins (8 Tore, gekommen vom SC Magdeburg) und der aus Kielce gekommene Uladzislau Kulesh (7) drückten dem Spiel ihren Stempel auf.

Bereits in der Partie zuvor zeigte die TSV, zu was sie in der Lage ist, und brachte den THW an den Rand eines Punktverlustes. Bis in die Schlussminuten führten die Recken in eigener Halle gegen den Rekordmeister und mussten dann aber doch die Punkte abgeben. THW-Keeper Tomas Mrkva zog den Recken mit 5 Paraden in den letzten Minuten den Zahn. In der Offensive der TSV war es hier vor allem Rechtsaußen und der aktuell beste Torschütze Maximilian Gerbl, der einen guten Tag erwischte. Aber auch seine 8 Treffer reichten am Ende nicht zum Punktgewinn.

Starke Neuzugänge

Die Recken haben ihre Mannschaft im Vergleich zur vergangenen Saison stark aufgerüstet. Neben den bereits genannten Dario Quenstedt, Renars Uscins und Uladzislau Kulesh, kam auch Nationalspieler Marian Michalzcik aus Berlin nach Hannover und ist vor allem als Kopf der Mannschaft essenziell. Vorne agiert der 25-Jährige als Vorbereiter (22 Assists) und im Deckungszentrum der 6:0-Abwehr als Abwehrchef. Hinzu kommt mit Marius Steinhäuser ein Champions League erfahrener Rechtsaußen, der von der SG Flensburg-Handewitt kam und gleich das Kapitänsamt übernahm. Die TSV ist auch in der Breite gut aufgestellt und verfügt über viel Qualität auf allen Positionen. Die Aufgabe für den HSVH wird sicherlich schwierig, Jansen und sein Team wittern aber dennoch ihre Chance.

Den Fans des HSVH wird vor allem das Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Rückrunde der letzten Saison in Erinnerung geblieben sein. Damals reisten die Hamburger mit lediglich acht Profis und vier Spielern der U19 zum Gastspiel nach Hannover und zeigten eine kämpferisch erstklassige Vorstellung, die am Ende leider nicht belohnt wurde – 29:27 gewann die TSV.

Kader bleibt unverändert

Dieses Mal tritt der Handball Sport Verein Hamburg die Reise nach Hannover in regulärer Mannschaftsstärke an. Lediglich Andreas Magaard und Leif Tissier sind weiterhin keine Option und werden auch in Hannover nicht im Kader stehen. Alle übrigen Akteure stehen Torsten Jansen zur Verfügung.

Im Anschluss an das Spiel gegen die Recken verabschiedet sich der HSVH in die Länderspielpause und bestreitet erst am Mittwoch, den 19.10. sein nächstes Pflichtspiel. Dann geht es im DHB-Pokal beim TuS Fürstenfeldbruck um den Einzug in die 3. Runde. Am 23.10. steht dann das nächste Bundesliga-Heimspiel auf dem Plan. Der HSVH empfängt dann den VfL Gummersbach in der Sporthalle Hamburg (16:05 Uhr).

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