Andersen glänzt gegen Erlangen und macht die 500 voll
Gelungene Auswärtsreise für den Handball Sport Verein Hamburg in die PSD Bank Nürnberg ARENA: Vor 7.213 Zuschauern siegte das Team von Trainer Torsten Jansen mit 31:23 (16:10) gegen den HC Erlangen. Dabei durfte sich Frederik Bo Andersen ganz besonders freuen: Dem Dänen gelang in der ersten Hälfte sein 500. Handball-Bundesliga-Tor (ohne Siebenmeter). Insgesamt kam der Rechtsaußen der Hanseaten sogar auf sieben Treffer – genau wie Moritz Sauter, der damit bei der Begegnung mit seinem Jugend-Verein auch besonders glänzte.
Antonio Metzner glückte schnell die erste Führung für den HCE – die einzige der Partie! Doch Linksaußen Kaj Geenen hielt direkt dagegen (1:1). Nach schönem Zuspiel durch Jacob Lassen gelang Nicolaj Jørgensen vom Kreis das 2:1. In der Folge erhöhte der Däne auf 3:1. Und Andreas Magaard sorgte mit zwei Treffern dafür, dass es zunächst bei dem Zwei-Tore-Vorsprung blieb. Andersen traf in der neunten Minute zum 7:4. Jørgensen erhöhte wenig später auf 8:4 aus Sicht der Hanseaten. Erlangens Coach Johannes Sellin versuchte daraufhin, sein Team in der zwölften Minute mit einer Auszeit wachzurütteln.
Die Gastgeber machten durch Metzner das 5:8, ehe Andersen sein 500. HBL-Tor feierte. Auch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Moritz Sauter konnte Erlangen zunächst nicht nutzen. Stattdessen traf Lassen in Unterzahl zum 10:5. Darüber hinaus stand die erste Halbzeit voll und ganz im Zeichen der Torhüter. Robin Haug für Hamburg und Tin Herceg auf der Seite des Gastgebers vereitelten die besten Chancen. Noch vor der Halbzeitpause brachte Hamburgs Cheftrainer Jansen den jungen Toma Gadza für Lassen in die Begegnung. Dem gelang kurz vor dem Ende der ersten 30 Minuten das 16:10 für den HSVH.
In der zweiten Halbzeit wollten die Gastgeber deutlich fokussierter, mit besserer Trefferquote, agieren. Die Hanseaten – jetzt wieder mit Lassen – knüpften aber an die Leistung der ersten Hälfte an und trafen durch Jørgensen-Siebenmeter zum 17:10. Sauter baute die Führung per Tempogegenstoß auf acht Tore aus (19:11). Da Hamburgs Haug weiterhin mit großartigen Paraden (insgesamt 15) glänzte, änderte sich am klaren Vorsprung nichts. Zehn Minuten vor dem Ende erhöhte Sauter sogar auf 27:18. Daher gab Jansen dann Gadza, Maximilian Botta, Anton Härtel und Mahmoud El-Shobaky (Profidebüt) Einsatzzeiten – eine schöne Nebenerscheinung beim 31:23-Erfolg der Hanseaten.
Unter dem Strich zeigte Hamburg eine starke Leistung. Das Erfolgsrezept: eine stabile Abwehr, ein hervorragend aufgelegter Robin Haug und eine starke Offensivleistung – so sah es auch HSVH-Trainer Torsten Jansen: „In erster Linie freue ich mich über den Sieg. Aber in der Abwehr war es nah am Optimum, das war schön anzusehen.“ Jansen freute sich sehr über die Leistungen seiner jungen Spieler: „Es ist wichtig, dass sie Spielzeit haben, dass sie – egal wann – reinkommen und Gas geben und ein Gefühl für die Situation bekommen. Und das haben sie heute überragend gemacht.“
SPIEL-STATISTIK
Hamburg: Haug (15 Paraden), El-Tayar (n.e.) – Sauter (7 Tore), Andersen (7 / 1 Siebenmeter), Jørgensen (5 / 1), Geenen (4), Magaard (3), Lassen (2), Weller (1), Kofler (1), Gadza (1), Botta , Härtel, Olafsson, Shobaky, Valiullin (n.e.)


