Saisonrückblick: Der Handball Sport Verein Hamburg holt sich Rang zehn

Der Handball Sport Verein Hamburg beendet die Saison 2025/26 auf Platz zehn. Die Meisterschaft sichert sich einmal mehr der SC Magdeburg – lediglich eine Niederlage musste das Team aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts in 34. Begegnungen hinnehmen. Auch von dieser Stelle: herzlichen Glückwunsch! Zudem stehen die Absteiger fest: GWD Minden und der SC DHfK Leipzig müssen den Gang in Liga zwei antreten. Zum Glück hatte Hamburg nichts mit dem Abstiegskampf zu tun. Die Hanseaten landeten da, womit die meisten Fans und Experten vor der Saison gerechnet hätten – im Mittelfeld der Liga.

Trotzdem bot 2025/26 aus Hamburger Sicht viele Highlights – und so manches Ergebnis zeigte, dass mit ein bisschen mehr Glück vielleicht noch ein wenig mehr drin gewesen wäre. Dafür sorgten einerseits die „jungen Wilden“ vom HSVH, die immer dann ihren Mann standen, wenn es nötig war. Andererseits entwickelten sich Neuzugänge wie Nicolaj Jørgensen zu echten Erfolgsgaranten – eine Tatsache, die selbst Dänemarks Nationalcoach Nikolaj Jacobsen nicht verborgen blieb.

Gleich zu Beginn der Saison setzte Hamburg auswärts ein Ausrufezeichen. Mit 36:33 gab es Ende August beim TVB Stuttgart einen Einstand nach Maß. Dabei deutete Jørgensen mit zwölf Treffern gleich an, welches Potenzial in ihm steckt. Am 3. Spieltag gab es in der Sporthalle Hamburg den ersten Heimsieg: Vor 2.579 Zuschauern gewann der HSVH gegen die Rhein-Neckar Löwen – und geriet in der Begegnung nie in Rückstand.

Am 8. Spieltag reisten die Hanseaten zur HSG Wetzlar – mit an Bord: der erst 17-jährige Toma Gadza, der beim 35:25-Kantersieg seine ersten beiden Tore in der DAIKIN HBL erzielte. Nur eine Woche später glückte in der Barclays Arena der 31:30-Erfolg gegen den VfL Gummersbach, der in dieser Saison zu den Top-Teams der Liga gehörte. Dabei drehten die Hanseaten nach einem 14:17-Rückstand zur Pause in den zweiten 30 Minuten gehörig auf.

Am 26. Oktober glückte dem Handball Sport Verein Hamburg ein echtes Husarenstück. Beim Deutschen Meister 2024/25, Füchse Berlin, hieß es 39:38 für die Gäste. Es war der erste Sieg der Hamburger in der Max-Schmeling-Halle seit dem Aufstieg 2021 und der erste doppelte Punktgewinn überhaupt gegen die Hauptstädter. Am 23. November gab es wieder einen Grund zur Freude: Der HSVH setzte sich mit 34:26 gegen den HC Erlangen durch und Maximilian Botta erzielte sein erstes Profitor.

Mitte Dezember, am 17. Spieltag, gab Dominik Axmann sein zwischenzeitliches Comeback. Die Rückkehr auf das Spielfeld war emotional. Am Ende gelangen dem 26-Jährigen beim 32:26-Sieg zwar keine Tore. Doch die Freude darüber, nach seinem Kreuzbandriss zurückzukehren, überwog. Es folgte eine Durststrecke mit fünf Niederlagen in Folge. Erst am 22. Februar gab es den ersten Sieg im Jahr 2026. Im Kader stand dabei auch Azat Valiullin, der kurzfristig zum HSVH zurückkehrte und auch die Vorbereitung auf die neue Saison auf jeden Fall beim Team von Trainer Torsten Jansen bestreiten soll. Die Hamburger bezwangen den Vorjahres-Dritten der DAIKIN HBL, MT Melsungen, mit 25:23.

Im März glückte den Hanseaten dann ein prestigeträchtiger Auswärtserfolg in der mit 9.900 Zuschauern ausverkauften ZAG Arena in Hannover. Bei den Recken, die auch international unterwegs waren, gab es ein 37:35. Dabei hatte Jørgensen einen perfekten Lauf: 14 Würfe waren gleichbedeutend mit 14 Toren. Im nächsten Nord-Derby – rund einen Monat später – kassierte Hamburg gegen den THW Kiel zwar eine Heim-Niederlage. Dafür passte die Zuschauerzahl: 11.619 Fans bescherten dem HSVH in der Barclays Arena den besten Saisonbesuch.

Dafür klappte es im nächsten Spiel wieder mit einem Sieg: Der HSVH setzte sich mit 31:23 beim HC Erlangen durch – und Frederik Bo Andersen glückte sein 500. Tor in der Handball-Bundesliga (ohne Siebenmeter!). Am Pfingstmontag lief es für Hamburg nicht so gut. Gegen FRISCH AUF! Göppingen hieß es am Ende 28:34. Für Xavier Apelt war es dennoch ein großartiger Tag. Der 19-jährige HSVH-Youngster warf seine ersten drei Bundesliga-Tore.

Obwohl für Hamburg in den letzten Begegnungen aus sportlicher Sicht nicht mehr so viel auf dem Spiel stand, ließ sich das Team nicht hängen. Im letzten Heimspiel der Saison bezwang der HSVH die HSG Wetzlar in einer dramatischen Partie noch mit 33:32 – und das, obwohl die Gastgeber nach den ersten 30 Minuten noch mit 12:14 hinten gelegen hatten. Am 34. Spieltag gewannen die Hamburger mit 40:33 beim heimstarken ThSV Eisenach und verabschiedeten sich somit erfolgreich in die Sommerpause.

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