Der Handball Sport Verein Hamburg verabschiedet sich mit einem Auswärtssieg in die Sommerpause

Der HSVH beendet die Saison 2025/26 mit einem Ausrufezeichen: Beim ThSV Eisenach, der durchaus für seine Heimstärke bekannt ist, gab es zum Abschluss einen 40:33-Auswärtssieg. Nachdem es zur Halbzeit noch 18:15 für die Gastgeber hieß, kamen die Hanseaten mit einem Sechs-Tore-Lauf aus der Kabine. Dabei liefen besonders Moritz Sauter und Oliver Norlyk zur Höchstform auf. Da die Gäste jetzt auch in der Abwehr besser standen, sprang am Ende ein in der Höhe verdienter Sieg heraus.

Die Hamburger wollten zum Saisonabschluss noch einmal eine ordentliche Leistung zeigen und Platz zehn verteidigen. Und das gelang. Nachdem Niklas Weller, Casper U. Mortensen, Andreas Magaard, Jacob Lassen und Mohamed El-Tayar am Donnerstag schon vor heimischer Kulisse verabschiedet worden waren, sollte es auch für sie in der legendären Werner-Aßmann-Halle alles andere als einfach werden. Denn die 2.850 Zuschauer standen einmal mehr wie eine Wand hinter ihrem Team, dem ThSV Eisenach.

Daher lief es für die Gastgeber gleich zu Beginn gut: Moritz Ende sorgte von Rechtsaußen mit zwei Treffern für eine 2:0-Führung. Moritz Sauter war dann mit einer Einzelaktion zum 1:2 erfolgreich. Er war auch derjenige, der das 2:3 aus Hamburger Sicht beisteuerte. Nachdem Jacob Lassen beim Stand von 4:5 aus Gästesicht den Ausgleich unglücklich verpasste, setzte sich Eisenach in Überzahl durch Peter Walz auf 7:4 ab. Kurz danach hieß es durch Felix Aellen sogar 8:4 (11. Minute).

Da Eisenachs Keeper Matija Spikic einen guten Tag erwischte, fiel es den Hamburgern in der Folge schwer, Boden gutzumachen. Darüber hinaus machte die aggressive Abwehr der Gastgeber den Hanseaten das Leben schwer. Während sich beim ThSV in der Offensive vor allem Aellen und Ende weiter hervortaten, zeigten sich beim HSVH Nicolaj Jørgensen und Sauter gut in Tritt. Zwar kamen die Hamburger in der 22. Minute auf 11:13 heran, zur Halbzeit stand es trotzdem 18:15 für das Heimteam.

Neben Jørgensen und dem großartig aufgelegten Sauter hatte sich bei den Hanseaten Oliver Norlyk am Ende der ersten 30 Minuten mit drei Toren in guter Verfassung präsentiert. Deshalb setzte HSVH-Coach Torsten Jansen zu Beginn der zweiten Hälfte weiter auf der rechten Seite auf den Rückraumspieler. Und dieser sorgte in der 33. Minute mit seinem vierten Tor für das 18:18. Darüber hinaus brachte der Coach der Hamburger Torhüter Mohamed El-Tayar für Robin Haug ins Spiel. Und auch der zeigte sich mit seiner ersten Parade gleich hellwach.

Jørgensen erzielte nur 60 Sekunden nach dem Ausgleich per Siebenmeter die erste HSVH-Führung (19:18). Norlyk steuerte das 21:18 zum Sechs-Tore-Lauf der Gäste bei. Frederik Bo Andersen glückte in Minute 43 das 27:22. Nach einem Treffer des stark aufspielenden Elias Kofler wuchs der Vorsprung zehn Minuten vor dem Ende gar auf acht Tore an (33:25). Natürlich versuchte Eisenach mit dem Publikum im Rücken, das Blatt wieder zu wenden. Doch Hamburg agierte im Angriff effektiv und gewann schließlich mit 40:33 deutlich.

Erste Halbzeit pfui, zweite Halbzeit hui“, jubelte HSVH-Coach Jansen hinterher. „In den ersten Minuten waren wir gefühlt noch im Mannschaftsbus und haben uns von der Aggressivität Eisenachs etwas beeindrucken lassen und den ein oder anderen Fehler zu viel gemacht. Ab der 20. Minute wurde es besser. Wir gehen dann mit drei Toren Rückstand in die Pause. Wir kommen dann super in die zweite Halbzeit. Dann liegen wir auf einmal mit zwei, drei Toren vorne. Dann kam die Leichtigkeit und wir haben es schließlich überragend gemacht.“

SPIEL-STATISTIK

Hamburg: Haug (5 Paraden), El-Tayar (4) – Sauter (10 Tore), Norlyk (7), Jørgensen (5 / 1 Siebenmeter), Andersen (4 / 1), Mortensen (4 / 1), Weller (3 / 1), Gadza (2), Kofler (2), Magaard (2), Apelt (1), Lassen, Olafsson, Valiullin, Botta