In Hamburg sagt man Tschüss – der HSVH sagt Niklas Weller und weiteren Spielern auf Wiedersehen

Wenn ein Spielername den Weg des Handball Sport Verein Hamburg in den letzten Jahren wie kein anderer begleitet hat, dann ist das der von Niklas Weller. Der Kreisläufer war am Saisonende nicht nur der dienstälteste Spieler der Hanseaten, sondern er war auch eine der zentralen Figuren der Klubgeschichte – vom Neustart aus der Oberliga heraus bis in die Bundesliga. Kein Wunder, dass er so emotional von den Hamburger Fans verabschiedet wurde. Zukünftig wird ein riesiger Banner mit Wellers Nummer 13 die Hallendecke der HSVH-Bundesliga-Spielstätten bei den Heimspielen zieren.

Niklas Weller

Weller wechselte 2015 vom TSV Ellerbek zur U23 des damaligen HSV Handball. Er war ein Teil der Mannschaft, die den Neuanfang nach dem Rückzug der Profis Anfang 2016, mitgestaltete. Aus dem Amateurbereich heraus ging es Schritt für Schritt zurück ins deutsche Oberhaus. Der sportliche Höhepunkt folgte 2020/21, als er den HSVH als Kapitän zur Zweitliga-Meisterschaft und zum Bundesliga-Aufstieg führte – verbunden mit der Auszeichnung als Most Valuable Player (MVP) der Liga.

Über Jahre hinweg war Weller emotionaler Leader, Identifikationsfigur und Leistungsträger. Nach seinem Wechsel nach Hamburg erzielte er ligaübergreifend 1.217 Tore und bestritt 333 Spiele. Auch nach seiner aktiven Laufbahn bleibt er dem Verein eng verbunden: In neuer Rolle übernimmt er künftig das Amt des Präsidenten und gestaltet die Zukunft des HSVH weiterhin entscheidend mit.

Casper U. Mortensen

Mit viel Spielwitz, Erfahrung und nordischer Gelassenheit prägte Casper U. Mortensen den HSVH in den letzten Jahren wie kein anderer Linksaußen. Bereits 2015 trug der Däne erstmals das Trikot der Hamburger, ehe er innerhalb der Bundesliga weiter nach Hannover zog. Doch sein Kapitel an der Elbe blieb unvollendet.

2021 kehrte Mortensen nach erfolgreichen Jahren beim FC Barcelona nach Hamburg zurück – im Gepäck zahlreiche nationale und internationale Titel sowie die Erfahrung aus der europäischen Spitzenklasse.

Beim HSVH fand er sofort wieder in seine Rolle als Führungsspieler und Torgarant. Seinen sportlichen Höhepunkt erreichte Mortensen in der Saison 2022/23: Mit 234 Treffern in 32 Spielen sicherte er sich die Torjägerkrone der Bundesliga und unterstrich einmal mehr seinen enormen Wert für die Mannschaft.

Nun endete seine Zeit in Hamburg erneut. Mortensen kehrt in seine dänische Heimat zurück und übernimmt beim HC København die Rolle des Spielertrainers. Damit beginnt für den Publikumsliebling ein neues Kapitel.

Lassen, El-Tayar und Magaard

Jacob Lassen war über Jahre hinweg einer der spielintelligentesten Akteure im Hamburger Rückraum. Der Däne wechselte 2022 vom Bjerringbro-Silkeborg zum HSVH und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Taktgeber im Angriffsspiel. Nach vier Jahren in Hamburg schließt er sich den Rhein-Neckar Löwen an. Dort trifft er unter anderem auf den Ex-Hamburger Dani Baijens.

Auch Mohamed El-Tayar verabschiedet sich aus Hamburg. Er wechselt zum TVB Stuttgart. Der ägyptische Nationaltorhüter bildete in den vergangenen beiden Jahren gemeinsam mit Robin Haug das Torhüterduo des HSVH. Der Weg des Keepers führte über Leipzig und Balingen-Weilstetten nach Hamburg, wo er sich nach anfänglichen Verletzungsproblemen zunehmend stabilisierte und in der abgelaufenen Saison mit starken Leistungen zum wichtigen Rückhalt wurde.

Mit Andreas Magaard verlässt ein zuverlässiger Teamplayer und hervorragender Kreisläufer den HSVH. Der Däne, ausgebildet beim dänischen Top-Club GOG, kam 2022 nach Hamburg und entwickelte sich schnell. Trotz schwerer Verletzung in seiner Zeit beim HSVH kämpfte er sich eindrucksvoll zurück und übernahm zuletzt Verantwortung als Co-Kapitän. Magaard geht zurück zu GOG nach Dänemark.

Azat Valiullin und die „Neuen“

Bei Azat Valiullin ist die Zukunft noch offen. Er wird die Vorbereitung auf die neue Saison beim Handball Sport Verein Hamburg bestreiten und – genau wie die „Neu-Hamburger“ Jan Schmidt, Martin Hovde, Leon Nowottny, Nicolai Daling und Noah Beyer – beim Trainingsauftakt der Hanseaten in der zweiten Juli-Hälfte dabei sein.

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