Handball Sport Verein Hamburg
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25:17-Heimsieg gegen Dessau-Roßlau dank starker zweiter Halbzeit

Der Handball Sport Verein Hamburg hat am Montag seinen zweiten Heimsieg binnen einer Woche eingefahren und befreit sich nach dem misslungenen Saisonstart aus den Abstiegsrängen. Gegen den Dessau-Roßlauer HV gewannen die Hamburger vor 2580 Zuschauern mit 25:17 (8:10).

Der Handball Sport Verein Hamburg hat erneut zwei Punkte im Kampf gegen den Abstieg geholt: Beim am Ende deutlichen Sieg gegen den Dessau-Roßlauer HV spielte sich die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen in der zweiten Halbzeit in einen Rausch und brachte sich mit einer 7-Tore-Serie auf die Siegerstraße. Nach der Verletzung von Kapitän Lukas Ossenkopp (37. Minute, Schlag auf den Oberschenkel) stellte Jansen seine Abwehr taktisch um und bewies genau das richtige Händchen. Der DRHV hatte große Schwierigkeiten mit der offensiveren Ausrichtung der Hamburger Deckung.

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten

Dessau-Roßlau präsentierte sich vorallem in der ersten Halbzeit defensiv sehr stark und obwohl die Hamburger direkt zu Beginn mit 2:0 (3.) in Führung lagen, ging es bis zum 5:5 (14.) sehr ausgeglichen zu. Dann scheiterten die Hamburger mehrfach an dem im ersten Durchgang blendend aufgelegten DRHV-Keeper Philip Ambrosius und die Gäste spielten sich über 6:8 mit dem Treffer zu 6:10 (26.) eine Vier-Tore-Führung heraus. Kurz vor dem Pausenpfiff trafen auf Hamburger Seite noch Niklas Weller (28.) und Leif Tissier (29.) und konnten den Rückstand zur Pause auf nur zwei Treffer verkürzen. Mit 8:10 ging es in die Kabinen.

Taktische Umstellung bringt die Wende

Nach der Pause schafft es der DRHV mit dem 10:13 (35.) sogar, die Führung kurzzeitig auf drei Tore auszubauen. Doch dann schlug die Stunde des Handball Sport Verein Hamburg. Das 11:13 (35.) durch Lukas Ossenkopp, der sich bei diesem Treffer verletzte und durch Leif Tissier ersetzt werden musste, war der Startschuss für eine 7-Tore-Serie, die im Tor zum 17:13 von Tissier (45.) gipfelte. Trainer Jansen stellte durch die Hereinnahme von Tissier die Abwehr um und zog dem DRHV so den Zahn. Von der 35. bis zur 46. Minute gelang den Gästen kein eigener Treffer – auch weil Torwart Aron Edvardsson nun so richtig ins Spiel fand und mit zahlreichen Paraden auch die Halle zum Kochen brachte. Die Hamburger spielten sich in einen Rausch und ließen sich bis zum Ende nicht mehr stoppen. Näher als sechs Treffer kamen die Ostdeutschen nicht mehr heran und so setzte Niklas Weller mit dem 25:17 wenige Sekunden vor dem Abpfiff den Schlusspunkt.

Für die Hamburger geht es direkt am kommenden Freitag weiter. Dort wartet beim Auswärtsspiel beim HC Elbflorenz in Dresden der nächste Gegner auf Augenhöhe.

Stimmen zum Spiel

Trainer Torsten Jansen: „Die erste Halbzeit hat mich noch stark an das Ferndorf-Spiel erinnert. Da sind  wir nicht ins Tempospiel gekommen und Torwart Ambrosius war auch noch sehr, sehr gut. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir dann aus der Not eine Tugend gemacht, als Lukas sich verletzt hat, und auf eine offensivere Variante umgestellt haben. Gerade die Jungen haben heute ihre Sachen sehr, sehr gut gemacht. Alle haben eine überragende Leistung abgeliefert und ich bin sehr froh, dass wir dieses Spiel für uns entscheiden konnten. Wir hatten viel Respekt vor Dessau. In der 2. Liga gibt es dieses Jahr nur gute Mannschaften und was Dessau in der ersten Halbzeit in der Abwehr gemacht hat, war schon richtig stark.“

Kevin Herbst: “Wir sind heute nicht richtig reingekommen. In der Abwehr war das auch in der ersten Halbzeit gar nicht so schlecht, aber ich war schon ganz froh, dass wir nur mit zwei Toren Rückstand in die Pause gekommen sind. Der Torhüter hat natürlich auch überragend gehalten, aber das müssen wir besser lösen. In der Halbzeit haben wir uns dann selbst nochmal motiviert und uns gesagt: ‚Eigentlich machen wir das super und müssen jetzt nur noch die Dinger reinwerfen‘. Und das hat dann in der zweiten Halbzeit auch ganz gut geklappt…“

Spielstatistik

Handball Sport Verein Hamburg: Edvardsson (11 Paraden), Rundt (1), Kokoszka – Herbst (6 Tore), Weller (5), Bergemann, Axmann, Ossenkopp (je 3), Tissier (2), Forstbauer, Rix, Bauer (je 1), Schröder (n.e.), Fuchs (n.e.)

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Siebenmeter-Quote
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