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HSVH empfängt nach zweiwöchiger Spielpause den Wilhelmshavener HV

Nach zwei spielfreien Wochen geht es für den Handball Sport Verein Hamburg am 30. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga gegen den Nordrivalen Wilhelmshavener HV um die nächsten zwei Punkte. Für HSVH-Keeper Jens Vortmann kommt es in der q.beyond Arena zum ersten Wiedersehen mit seinem Ex-Klub.

Der Handball Sport Verein Hamburg empfängt am Sonntag, den 09.05., um 17:00 Uhr (Live-Stream bei sportdeutschland.tv, Beginn der Übertragung um 16:30 Uhr) den Wilhelmshavener HV zum Nordduell in der q.beyond Arena. Aufgrund der Länderspielpause und der coronabedingten Absage der Partien gegen den TV 05/07 Hüttenberg und den ASV Hamm-Westfalen hatte der HSVH zuletzt zwei Wochenenden spielfrei. Auch Wilhelmshaven war zuletzt nur zum Zuschauen und Trainieren verdammt: Die letzte Begegnung des WHV liegt bereits einen Monat zurück und konnte gegen den Dessau-Roßlauer HV mit 33:26 gewonnen werden. Der HSVH feierte in seinem letzten Spiel ebenfalls einen Sieg und setzte sich Mitte April zuhause mit 28:24 gegen den EHV Aue durch.

Wilhelmshavener HV trotzt wirtschaftlicher Krise und kämpft um Ligaverbleib

Diese Spielzeit hatte sich der Wilhelmshavener HV vor Saisonbeginn ganz anders vorgestellt. Nach dem direkten Wiederaufstieg aus der 3. Liga rüstete der WHV auf und verstärkte sich mit mehreren Erstliga-erfahrenen Spielern, wie zum Beispiel dem heutigen HSVH-Keeper Jens Vortmann. Doch noch bevor der Spielbetrieb der 2. Handball-Bundesliga überhaupt begann, kam es zum großen Schock in Wilhelmshaven: Geschäftsführer und Hauptsponsor Maik Menninga musste wegen des Verdachts auf Anlagebetrug in Untersuchungshaft und der Wilhelmshavener HV musste infolgedessen einen Insolvenzantrag stellen. Doch der Verein vom Jadebusen kämpfte erfolgreich für sein Überleben und gründete eine neue Spielbetriebs-GmbH, um weiterhin in der 2. Liga antreten zu können. Die schwierige finanzielle Lage des Vereins führte dazu, dass die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann im Laufe der Saison ihr Gesicht deutlich veränderte. Neben Jens Vortmann, der nun seit Mitte Februar zwischen den Pfosten des HSVH steht, verließen unter anderem Juan de la Pena (SG BBM Bietigheim) und Nils Torbrügge (HSG Nordhorn-Lingen) den Verein.

Trotz der turbulenten Zeiten kämpft der WHV unermüdlich um den Klassenerhalt. Mit 19:31 Punkten stehen die Wilhelmshavener derzeit auf dem womöglich trügerischen 16. Tabellenplatz. Denn die gefährliche Abstiegszone (Platz 17 bis 19) ist nicht weit entfernt und die HSG Konstanz ist mit 18:36 Punkten dicht auf den Fersen, genauso wie der TV Emsdetten mit 16:32 Zählern. Der entscheidende Nachteil für den WHV: Aufgrund des Wechsels des wirtschaftlichen Trägers während der Saison werden den Niedersachsen am Ende der Spielzeit noch vier Pluspunkte abgezogen – nach aktuellem Stand würden sie damit auf den vorletzten Platz abrutschen.

In den direkten Duellen gegen die Abstiegskonkurrenten aus Emsdetten (35:35) und Fürstenfeldbruck (35:32) konnte der WHV im März drei wichtige Punkte holen und auch gegen den Dessau-Roßlauer HV (33:26) gelang zuletzt der doppelte Punktgewinn. Die letzten beiden angesetzten Partien gegen die DJK Rimpar Wölfe und den ThSV Eisenach mussten aufgrund von Corona-Maßnahmen verlegt werden, weil erst der WHV selbst in Quarantäne war und dann der ThSV.

Der mit Abstand torgefährlichste WHV-Torschütze ist aktuell Vedran Delic mit 134 Toren (60 Siebenmeter) in 25 Spielen. Eine wirklich gute Trefferquote hat aber auch Mittelmann Tobias Schwolow vorzuweisen, der im Dezember kurzzeitig zu Eintracht Hagen gewechselt war, wenige Wochen später aber zum WHV zurückkehrte. In nur 13 Spielen für den WHV hat er 47 Tore erzielt und eine Trefferquote von 64 Prozent – ein starker Wert für einen Rückraumspieler. Zum Vergleich: Leif Tissier ist mit einer Quote von 69 Prozent der treffsicherste Rückraumschütze der Liga.

Vortmann diesmal zwischen den HSVH-Pfosten

Die vergangenen Partien gegen den Wilhelmshavener HV konnte der HSVH immer für sich entscheiden. Im Dezember gewann das Team von Trainer Torsten Jansen das Hinspiel deutlich mit 31:25 in der Nordfrost-Arena am Jadebusen. Die Anfangsphase des Spiels war ausgeglichen, weil insbesondere Jens Vortmann, der damals noch das WHV-Trikot trug, eine starke Leistung zeigte und insgesamt 13 Paraden beisteuerte. Aber auch Jonas Maier glänzte mit 11 Paraden und gab so den entscheidenden Rückhalt, der schließlich den HSVH-Sieg einleitete und sicherte.
Am Sonntagnachmittag will der HSVH den Erfolgstrend gegen Wilhelmshaven fortführen und seine Tabellenführung verteidigen. Der TuS N-Lübbecke zog zuletzt mit einem knappen Sieg gegen den TuS Fürstenfeldbruck auf 42 Pluspunkte gleich, hat aber auch eine Partie mehr als der HSVH absolviert.

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