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HSVH empfängt die SG Flensburg-Handewitt im DHB-Pokal-Viertelfinale

Der Handball Sport Verein Hamburg startet mit einem Pokal-Kracher in das Handballjahr 2024. Im ersten Spiel nach der Handball-EM duelliert sich der HSVH im Viertelfinale des DHB-Pokals mit der SG Flensburg-Handewitt. Sollte sensationell ein Sieg gelingen, würden sich die Hamburger für das REWE Final4 qualifizieren.

Flensburg mit vielen EM-Teilnehmern

Wenn am Samstag der Anwurf in der Sporthalle Hamburg erfolgt, wird noch nicht einmal eine Woche seit dem EM-Finale am vergangenen Sonntag vergangen sein. Ganze 7 Spieler der SG waren am Finaltag in Köln noch aktiv im Einsatz. Das dänische Quintett, bestehend aus Lukas Joergensen, Simon Pytlick, Emil Jakobsen, Johan Hansen und Mats Mensah Larsen, musste sich im Finale nach Verlängerung den Franzosen geschlagen geben.

Zuvor konnte Spielmacher Jim Gottfridsson mit Schweden die DHB-Auswahl um SG-Kapitän Johannes Golla im Spiel um Platz 3 besiegen. Teitur Örn Einarsson, Abwehrchef Blaz Blagotinsek und Torhüter Benjamin Buric waren zudem für Island, Slowenien sowie Bosnien und Herzegowina bei der EM im Einsatz. Dass die Flensburger somit allein 10 EM-Teilnehmer stellten, demonstriert die enorme Kaderqualität im Team von Trainer Nicolej Krickau.

SG zur Saisonhälfte voll auf Kurs

Auch die bisherigen Saisonstatistiken spiegeln das Können innerhalb der Flensburger Reihen gut wider. Das Team liegt aktuell auf Platz 3 in der LIQUI MOLY HBL, konnte sich in der EHF European League für die Hauptrunde qualifizieren und will nun auch den Einzug in das REWE Final4 klarmachen.

In den Offensiv- und Defensivstatistiken weisen die Flensburger ligaweite Top-Werte auf. Sie erzielen die viertmeisten Tore (584) und stellen die drittbeste Verteidigung (511 Gegentore). Die gute Abwehrperformance resultiert neben der Leistung von Abwehrchef Blagotinsek, der in dieser Saison die meisten Bälle der HBL geblockt hat (21), auch aus dem gut funktionierenden Torhüter-Gespann. Kevin Möller und Benjamin Buric wehrten in der LIQUI MOLY HBL bereits 240 Bälle bei Quoten von über 30% ab.

Im Angriff zeigt sich die große Breite des Flensburger Kaders. Bereits sieben Spieler haben in dieser Saison 50 Tore oder mehr erzielt und auch bei den Assist-Werten konnten bereits 4 Spieler mehr als 30 Tore auflegen. Die meisten Akteure können selbst Chancen und Würfe für sich oder ihre Mitspieler kreieren und das macht die SG in weiten Stücken unberechenbar.

Erstes Spiel nach der Wintervorbereitung

Das Team von Trainer Torsten Jansen, hat sich in den vergangen drei Wochen intensiv auf das Pokalspiel und den Start in die zweite Saisonhälfte vorbereitet. Vom 13. bis 20. Januar gastierten die Hamburger für ihr Winter-Trainingslager im Playitas Resort auf Fuerteventura, ehe im Anschluss für weitere zwei Wochen in der heimischen q.beyond Arena die physischen und taktischen Fähigkeiten der Mannschaft weiter verbessert wurden.

Dabei wurde auch Neuzugang Dino Corak in alle Prozesse des Teams integriert, um ihn bestmöglich auf sein bevorstehendes HSVH-Debüt am Samstag vorzubereiten. Neben Corak wird auch U19-Spieler Collin Kohlhof erstmalig Teil des Profi-Kaders sein. Der 18-Jährige Rückraumspieler absolvierte zuletzt einen Großteil der Wintervorbereitung mit dem Team, inklusive des Trainingslagers auf Fuerteventura.

HSVH als Underdog mit historischer Chance

Schon jetzt ist das Erreichen des Viertelfinals für den HSVH die bisher beste Platzierung im DHB-Pokal. Ein Sieg in der kommenden Partie wäre für das Team von Trainer Torsten Jansen der nächste große Pokal-Erfolg. Jansen und Co-Trainer Blazenko Lackovic erreichten bereits als Spieler mehrere Finalturniere dieses Wettbewerbes und auch innerhalb der Mannschaft weisen einige Akteure bereits Vorerfahrungen auf. Neben den Torhütern Jens Vortmann und Johannes Bitter, gelang auch Dani Baijens bereits der Einzug in das Endrunden-Turnier. Letzterer gewann den Pokal-Wettbewerb 2021 mit dem TBV Lemgo.

Ein Hamburger Sieg gegen die SG und der Einzug in das REWE Final4 wären aufgrund der großen Flensburger Qualität wahrlich eine Pokal-Sensation. Gleichzeitig dürften die Hamburger in diesem Fall ihren ersten Erfolg gegen den norddeutschen Nachbarn feiern. In den bisher sechs gespielt Partien konnte sich die Jansen-Sieben noch nicht durchsetzen. Die Flensburger hingegen gewannen alle fünf Ligaspiele und das Achtelfinale des DHB-Pokals 2022/2023.

Eine adäquate Kulisse für das Vorhaben Pokal-Sensation, wird in der ausverkauften Sporthalle Hamburg aber absolut gegeben sein. Dank zusätzlicher Hintertor-Bestuhlung auf der Nordseite, werden für die Begegnung 3800 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet. Allerletzte Restkarten sind aktuell noch im HSVH-Ticketshop verfügbar. Für all diejenigen, die es nicht in die Halle schaffen, übertragt DYN die Begegnung live ab 19:45 Uhr.

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