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U17 gewinnt beim THW Kiel und bleibt an der Spitze dran

Im Kampf um die vorderen Tabellenplätze konnte die U17 vom Trainerduo Marcus Kröning und Steffen Lühr wichtige Punkte beim THW Kiel einfahren. Das Spitzenspiel der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein gewannen die Hamburger mit 21:24 (8:13).

Aufgrund der Auftaktniederlage der Hamburger im ersten Saisonspiel stand das Spiel unter besonderer Bedeutung, wenn sie weiter an der Spitze dranbleiben wollten. Die Vorzeichen standen alles andere als günstig, denn mit Paul Riesner, Thorben Huntemann, Alex Most (alle Trainingsrückstand), Gregor Lieke (Gehirnerschütterung) und Boye Witschel (Grippe) waren gleich fünf Spieler nicht in optimaler Verfassung. Hinzu kam, dass sich mit Tobias Pachmann ein weiterer Kreisläufer im Abschlusstraining verletzte und nicht eingesetzt werden konnte. Aber auch auf Kieler Seite fehlten einige Spieler.

Konzentrierter erster Durchgang

Trotz der etwas ungünstigen Vorzeichen merkte man dem Team schon bei der Ankunft den unbedingten Siegeswillen an. Auch das Aufwärmen wurde sehr konzentriert gestaltet und die positive Anspannung konnte das Team dann auch ins Spiel übertragen.
Der THW schien das Tempo aus dieser Partie komplett heraus nehmen zu wollen, bei nur acht Feldspielern im Kader mehr als verständlich. Das schien den Hamburgern aber gut geschmeckt zu haben, denn so war die Belastung nicht ganz so hoch wie befürchtet. Entsprechend spät fiel dann auch der erste Treffer der Partie. Dieser war in der dritten Spielminute Paul Riesner vorbehalten und brachte damit die Hamburger gleich in Führung. Die gesamte erste Hälfte spielte die U17 eine gute Abwehr im Verbund, kam doch etwas durch, dann war Fin Luca Gründel für den ersten Abschnitt im Tor der Hamburger auf dem Posten. Die Hamburger überzeugten auch im Angriffsspiel und waren sehr präsent. Durch fünf Tore von Boye Witschel, der die Woche über im Bett flachgelegen hatte, sowie zwei schön herausgespielte Treffer von Lukas Fürste konnten die Hamburger mit 8:3 Toren in Führung gehen. Der Kieler Trainer nahm das Team-Time-Out. Der Trainernutzte die Zeit, um die Spieler zu warnen: Der THW würde versuchen über den Rückraum mehr Torgefahr auszustrahlen und eine gute Absprache und etwas offensiveres Abwehrspiel gefordert sein würde.

Die Kieler kamen etwas besser ins Spiel, dennoch waren die Hamburger an diesem Nachmittag sehr konzentriert und spielten mannschaftlich sehr klug zusammen. So konnten sie die Kieler durch weitere Treffer durch Paul Riesner, Lukas Fürste und Boye Witschel weiterhin in Schach halten. Wurde es doch mal etwas verzwickter, behielt Lennard Benkendorf die Übersicht und 40 Sekunden vor der Halbzeit nahm Kröning seinerseits beim Spielstand von 13:8 Toren für die Hamburger die grüne Karte, da er das Spielgerät nicht mehr hergeben wollte. Dies gelang, die Mannschaft konnte kein Tor mehr erzielen und so ging es mit einer 13:8-Führung in die Pause.

Hamburger behalten das Heft in der Hand

Wer jetzt dachte, die Mannschaft würden eventuell nachlassen, sah sich getäuscht. Zu groß war der Wille, dieses Spiel weiter durchzuziehen und am Ende beide Punkte aus Kiel mitzunehmen. Besonders hervorzuheben für den zweiten Spielabschnitt ist, dass jede positive Aktion vom gesamten Team auf der Platte und erst recht auf der Bank gefeiert wurde. Auch Lennard Benkendorf konnte sich in die Torschützenliste eintragen und die Mannschaft konnte auf 16:10 Tore davonziehen. Die Kieler versuchten noch mal alles und spielten eine offensivere Abwehrvariante. Den Hamburgern unterliefen nun doch einige technische Fehler im Angriff und plötzlich stand es nur noch 22:20 für die Hamburger. Doch zwischen den Pfosten hielt Norwin Pein einige wichtige Bälle und vorne erzielten Max Niemann und Lennard Benkendorf die Treffer 23 und 24. Der Auswärtssieg war unter Dach und Fach und somit auch ganz wichtige Punkte im direkten Vergleich, um an der Tabellenspitze dran zu bleiben.
Überglücklich stürmten alle Spieler nach dem Abpfiff den Platz und skandierten „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ ehe die Party in der Kabine fortgesetzt wurde. Denn mit diesem Sieg schoben sich die Hamburger an den Kielern vorbei und grüßen derzeit vom zweiten Tabellenplatz.

Handball Sport Verein Hamburg: Gründel, Pein – Witschel (8), Riesner (6), Fürste (3), Benkendorf (2), Most (2), Niemann (1), Lühr (1), Quardfasel (1), Wendt, Seewald, Politz, Pachmann

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