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„Ich bin auf einem guten Weg!“ – Finn Wullenweber nach Rücken-OP im Interview

Rückraum-Talent Finn Wullenweber kam in der vergangenen Saison aufgrund anhaltender Rückenprobleme lediglich auf einen Einsatz. Jetzt hat sich der Rechtshänder einer Rücken-Operation unterzogen und hofft auf ein Ende der Leidenszeit.

Rückblick, 27. April 2019: Finn Wullenweber wird nach 12 Toren gegen den TV Emsdetten zum Spieler des Spieltags der 2. Handball-Bundesliga gewählt – und steht anschließend sogar zur Wahl zum Spieler des Monats April. Der 22-jährige Rückraum-Shooter ist nicht zu stoppen und stellte die Abwehrreihen der jeweiligen Gegner anhaltend vor Probleme. Es läuft gut für den Rechtshänder, der in der Mannschaft nur „Stulle“ genannt wird. Dann macht sein Rücken Probleme, immer wieder wird er von Schmerzen geplagt. Mal mehr, mal weniger, aber nie ganz ohne.
Zu Beginn der diesjährigen Vorbereitung und einer Ausfallzeit von über einem Jahr fiel dann der Entschluss, sich einer Operation zu unterziehen, um den Rückenbeschwerden endlich ein Ende zu setzen.

Wir haben drei Wochen nach dem Eingriff mit einem gut gelaunten „Stulle“ gesprochen: 

Moin Stulle! Nach deiner Rücken-OP sahst du eigentlich schon die ersten Tage nach dem Eingriff ganz gut aus. Wie geht es dir?

Mir geht es sehr gut. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich nach der Rücken-Operation so schnell wieder so gut fühlen würde. Autofahren ging natürlich in den ersten Tagen noch nicht, aber sonst konnte ich sehr schnell schon wieder sehr viel machen. Außer der Wundschmerzen, die in diesem Stadium normal sind, habe ich aktuell keine Beschwerden.

Du hattest viel Geduld und hast viel probiert, um eine OP zu vermeiden. Wieso hast du dich am Ende doch dafür entschieden?

Natürlich wollte ich um eine Operation herumkommen. Dann ist es aber während der Sommerpause sehr schnell wieder schlimmer geworden. Ich muss eine falsche Bewegung gemacht haben und dann war ich auf einmal wieder komplett eingeschränkt. Daraufhin habe ich mich mit den Ärzten und anschließend mit meiner Familie besprochen und wir haben uns dann gemeinsam für die Operation entschieden.

Du warst über ein Jahr mit deinem Rücken beschäftigt. Wer ist da dein erster Ansprechpartner?

Mein erster Ansprechpartner ist immer unser Mannschaftsarzt Dr. med. Till Hagenström. Bei Till bin ich mit meinem Rücken bereits seit einem Jahr. Ihm vertraue ich voll und ganz. Aber auch mit Dr. med. Philip Catalá-Lehnen und vor allem mit unserer Physiotherapeutin Tina Dressel spreche ich sehr viel.

Du warst aufgrund deiner Verletzungen in letzter Zeit leider sehr häufig im LANS Medicum, bei unserem Medical-Partner. Jetzt hast du dort letztens sogar ein Praktikum absolviert.

Ja, genau. Das Praktikum im LANS hat mir super viel Spaß gemacht. Ich habe echt viel gelernt und einen sehr guten Einblick in den Beruf bekommen. Während meines Praktikums ging es mir gesundheitlich echt gut und ich war sehr positiv gestimmt. Natürlich habe ich immer ein wenig was am Rücken gemerkt, habe gleichzeitig aber gehofft, dass es endlich mal ganz verschwindet. Als es dann auf einmal wieder schlimmer wurde, habe ich gedacht, dass jetzt endlich eine Lösung her muss. Ich würde gerne zeitnah wieder schmerzfrei meinen Beruf ausüben und das dann auch wieder auf lange Sicht. Stand jetzt sieht es so aus, als ob wir da auf einem richtig guten Weg sind und das freut mich wirklich sehr.

Können die Ärzte schon sagen, wann du wieder leicht ins Training einsteigen darfst?

Ich steige in etwa einer Woche ins Reha-Programm ein und versuche dort, meinen Körper langsam wieder an die spezifischen Bewegungen zu gewöhnen. Da muss man dann natürlich genau darauf achten wie sich der Körper verhält. Ich hoffe und bin sehr positiv gestimmt, dass der Schmerz jetzt auch endlich wegbleibt und dann geht’s wieder los! 

Wie hast du dir in der Zeit nach der Operation die Zeit vertrieben?

Direkt nach der OP durfte ich noch nicht viel machen und lag viel rum – leider nicht in der Sonne, das durfte ich nicht. Bei den Temperaturen der letzten Wochen scharrt man da natürlich mit den Hufen. Als ich dann vor zwei Wochen wieder in die Sonne durfte, habe ich das voll ausgenutzt und ordentlich Sonne getankt. Aber natürlich nur am Bauch, weil die Narbe keine direkte Sonnenstrahlung abbekommen durfte. Jetzt sehe ich aus wie eine Münze, die auf der einen Seite braun und auf der anderen weiß ist – aber immerhin.

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