Nachwuchstorhüter Norwin Pein unterschreibt Profivertrag

Der Handball Sport Verein Hamburg treibt die Entwicklung seiner jungen Talente weiter voran und hat Nachwuchstorhüter Norwin Pein weiterhin an den Verein gebunden. Der 22-Jährige, der schon in der Jugend für Hamburg spielte, trägt seit 2025 wieder das HSVH-Trikot. Nun hat er seinen ersten Profivertrag unterschrieben.

Garant für den Aufstieg und Meisterschaft der U23

Torhüter Norwin Pein unterschreibt seinen ersten Profivertrag beim HSVH und wird auch in Zukunft das Hamburger Trikot tragen. Pein spielt aktuell vor allem im Nachwuchsbereich eine wichtige Rolle und war maßgeblich am Erfolg der U23 beteiligt. Mit starken Leistungen und wichtigen Paraden trug er entscheidend dazu bei, dass sich die Mannschaft vorzeitig die Meisterschaft in der Regionalliga Nord sichern und den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen konnte. Auch im Bundesliga-Team sammelte Pein bereits erste Erfahrungen. Beim Auswärtsspiel gegen die MT Melsungen stand er erstmals im Kader und wurde bei einem Siebenmeter eingewechselt. Sein Heim-Kaderdebüt folgte in diesem Jahr gegen den Bergischer HC.

Nächster Entwicklungsschritt für Pein

Der gebürtige Hamburger ist kein Unbekannter im Volkspark: Bereits von 2013 bis 2016 spielte er im Nachwuchs des damaligen HSV Handball, anschießend bis 2022 beim HSVH. Nach Stationen beim TSV Kronshagen und dem THW Kiel kehrte er zur Saison 2025/26 zurück nach Hamburg.

Sportdirektor Johannes Bitter sieht in dem Nachwuchstorhüter großes Potenzial: „Norwin war ein absoluter Garant für den Erfolg unserer U23 und hat maßgeblich zum Aufstieg in die 3. Liga beigetragen. Er hat sich in kurzer Zeit sehr gut weiterentwickelt und sich seinen Profivertrag verdient.“ Gleichzeitig soll der 2003 geborene Keeper behutsam an das Profiniveau herangeführt werden. „Er wird regelmäßig mit den Profis trainieren und soll sich dort weiterentwickeln. In der kommenden Saison wird er vor allem in der 3. Liga Spielpraxis sammeln – das ist für ihn der nächste wichtige Schritt“, so Bitter weiter.

Auch Lukas Ossenkopp, U23-Trainer und Daten- & Performance-Coach der Bundesliga-Mannschaft, kennt die Stärken des Torhüters genau: „Norwin hat einen besonderen Weg hinter sich, denn er hat in der Jugend schon für Hamburg gespielt. Danach hat er seine Polizeiausbildung in Kiel-Altenholz gemacht und sich über die Regionalliga Schritt für Schritt zurückgearbeitet. Umso beeindruckender ist es, wie er sich in dieser Saison präsentiert hat. Vor ein paar Jahren hätte wohl kaum jemand gedacht, dass er den Sprung in den Profikader schafft.“

„Ich bin überzeugt, dass er den nächsten Schritt macht“

Ossenkopp ist überzeugt, dass Pein den nächsten Schritt gehen wird: „Norwin ist ein sehr bodenständiger Typ, ein ruhiger Pol in der Mannschaft, der aber auf dem Feld auch die typische Torhüter-Emotion zeigen kann. Gerade in wichtigen Spielen hat er bewiesen, dass er seine Leistung auf den Punkt abrufen kann. Ich bin überzeugt, dass er den nächsten Schritt macht – und wenn er gebraucht wird, auch in der Bundesliga seinen Mann stehen kann.“

Für Pein selbst kam der erste Profivertrag überraschend: „Den ersten Profivertrag zu unterschreiben, fühlt sich unfassbar gut an und ich bin unglaublich dankbar dafür. Es ist ein kleiner Traum, der in Erfüllung geht – vor allem, weil ich zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere eigentlich nicht mehr wirklich damit gerechnet habe.“

Seine Ziele für die kommende Saison sind klar formuliert: „Für die Profis möchte ich der Mannschaft im Rahmen meiner Möglichkeiten bestmöglich helfen. Gleichzeitig ist es mein Ziel, mich mit der U23 in der 3. Liga zu etablieren und die Basis dafür zu legen, dass wir uns dort auch in den kommenden Jahren behaupten können.“

Neben seiner sportlichen Karriere verfolgt Pein auch abseits des Handballs ambitionierte Ziele: Der Torhüter hat parallel ein Duales Studium zum Kriminalpolizisten absolviert und wird diesen Beruf weiterhin ausüben. Dass ihm diese Doppelbelastung nicht schadet, sondern sogar helfen kann, unterstreicht auch sein Trainer. „Er ist ein riesiger Rückhalt für unsere Mannschaft – und das, obwohl er parallel bei der Kripo arbeitet und teilweise sehr fordernde Tage hat. Das zeigt, dass sich harte Arbeit und der Glaube an sich selbst auszahlen können“, so Ossenkopp.