Handball Sport Verein Hamburg
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Nicolaj Jørgensen

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Abschiedsemotionen in der Sporthalle Hamburg: HSVH besiegt im letzten Heimspiel der Saison die HSG Wetzlar

Der Handball Sport Verein Hamburg feiert im letzten Heimspiel der Saison einen Sieg. Nach einer dramatischen Begegnung hieß es 33:32 – und das, obwohl die HSG Wetzlar nach 30 Minuten noch mit 20:19 vorn lag. Vor 3.160 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg steckte das Heimteam nie auf und erkämpfte sich mit dem Publikum im Rücken noch die zwei Punkte. In der Tabelle rückt der HSVH damit auf Platz zehn vor. Die HSG Wetzlar liegt – punktgleich mit GWD Minden – auf Rang 16. Im letzten Saisonspiel treffen die Hessen allerdings auf den Deutschen Meister SC Magdeburg.

Die Hamburger wollten ihr letztes Heimspiel unbedingt gewinnen. Zwar gab es aus tabellarischer Sicht keine Nöte. Doch besonders Niklas Weller, Casper U. Mortensen, Andreas Magaard, Jacob Lassen und Mohamed El-Tayar – Azat Valiullin wurde doch noch nicht verabschiedet – brannten darauf, in ihrem letzten Heimspiel für den HSVH einen Sieg davonzutragen. Für Wetzlar ging es um alles oder nichts! Denn nachdem GWD Minden am Tag zuvor gegen den THW Kiel gewonnen hatte, war das Team aus Mittelhessen plötzlich wieder mittendrin im Abstiegskampf.

So war es nicht verwunderlich, dass sich die Gäste direkt ins Zeug legten: Josip Simic erzielte das 1:0 für Wetzlar. Hamburg glich direkt durch Nicolaj Jørgensen aus. Danach ließen beide Teams die ein oder andere Torgelegenheit liegen. Grundsätzlich agierte die HSG anfangs aber effektiver und zog durch einen Siebenmeter von Tristan Kirschner auf 4:1 davon (6. Minute). Zwar wurde Hamburg in der Folge torgefährlicher, aber die Gäste hielten den HSVH eine Weile auf Distanz. Frederik Bo Andersen gelang dann trotzdem in der 10. Minute der Ausgleich (7:7).

Der Däne auf Rechtsaußen gehörte auch anschließend weiter zu den Besten auf Seiten der Hanseaten. Bei den Gastgebern kam nach einer Viertelstunde Torhüter Robin Haug in die Partie. Und Oliver Norlyk, der zuvor mit einer Wadenverletzung gefehlt hatte, meldete sich ebenfalls zurück und erzielte gleich das 11:11. Als dann Mortensen per Kempa-Trick das 12:12 gelang, schien es, als würden die Hanseaten die Partie in den Griff bekommen. Denn dem Linksaußen mit der Nummer 51 gelang in der 23. Minute die erste HSVH-Führung (14:13). Zur Pause hieß es dennoch 19:20.

Die Gastgeber kamen aufgrund des Halbzeitstandes wahrscheinlich mit einer gehörigen Wut im Bauch aus der Kabine. Doch auch in den zweiten 30 Minuten verbuchte Wetzlar den besseren Start für sich. Simic brachte die Gäste in der 33. Minute wieder mit zwei Toren nach vorn (22:20). Zum Glück wurde auch HSVH-Torwart El-Tayar, der jetzt erneut in der Begegnung war, stärker. Daher gelang es der HSG nicht, sich weiter abzusetzen. Andersen erzielte per Tempogegenstoß aber in der 40. Minute das 22:22. Damit war der Ausgang wieder völlig offen.

Danach ging es ausgeglichen zu. Wetzlar legte immer wieder vor, der HSVH glich jeweils aus. So ging es bis zum 31:31. In Überzahl glückte dem Heimteam dann in der 57. Minute durch Mortensen wieder eine Führung (32:31). Am Ende brachte Hamburg den Vorsprung tatsächlich über die Runden und siegte mit 33:32. „Dass die Jungs die Energie aufgebracht haben, lag glaube ich an den Fans, die uns heute immer nach vorn gepeitscht haben – auch in den brenzligen Situationen als wir mit zwei Toren zurückgelegen haben“, sagte HSVH-Trainer Torsten Jansen hinterher. „Wir haben uns dann super wieder reingekämpft – auch die Jungs, die uns verlassen werden.“

Anschließend folgte die emotionale Verabschiedung von Weller, Mortensen, Magaard, Lassen und El-Tayar – und dann das Fanfest.

SPIEL-STATISTIK

Hamburg: El-Tayar (4 Paraden), Haug (3) – Jørgensen (10 Tore/1 Siebenmeter), Mortensen (7/2), Andersen (7/2), Lassen (3), Magaard (2), Sauter (2), Kofler (1), Norlyk (1), Olafsson, Schmidt, Weller, Gadza (n.e.), Apelt (n.e.), Valiullin (n.e.)

Nicolaj Jørgensen

10

Tore

71%

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