Handball Sport Verein Hamburg
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26:34-Niederlage beim SC Magdeburg: HSVH muss nach der Pause abreißen lassen

Der Handball Sport Verein Hamburg hat am 17. Spieltag der LIQUI MOLY HBL mit 34:26 (17:13) gegen den SC Magdeburg verloren. Die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen leistete sich zu viele einfache Fehler und geriet zwischenzeitlich mit 11 Toren in Rückstand. Bester Torschütze des HSVH war Casper Mortensen mit 6 Treffern.

Im letzten Spiel der Hinrunde war der ungeschlagenen Tabellenführer aus Magdeburg eine Nummer zu groß für den Handball Sport Verein Hamburg. Jeden Fehler der Hamburger nutzte der SCM beim Duell in der GETEC Arena am Donnerstagabend eiskalt aus. Bis kurz vor Pause hielt der HSVH mit, in der zweiten Hälfte zog der SCM das Tempo aber an und ließ der Mannschaft von Torsten Jansen keine Chance.

Ohne den verletzten Dominik Axmann und den kurzfristig erkrankten Finn Wullenweber war der HSVH nach Magdeburg gereist und fand gut in die Partie. Manuel Späth brachte die Gäste mit 0:1 (1.) in Führung und im Tor macht Johannes Bitter da weiter, wo er letzte Woche gegen die TSV Hannover-Burgdorf aufgehört hatte und parierte einen Siebenmeter-Strafwurf von Omar Ingi Magnusson. Die Offensive des HSVH leistete sich in der Folge jedoch viele einfache Fehler und lud den SCM zu einfachen Toren ein. Zweimal Michael Damgaard und dann SCM-Top-Torschütze Omar Ingi Magnusson brachten die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert erstmalig mit zwei Toren in Führung (4:2, 7.). Die Hamburger blieben jedoch mutig und Thies Bergemann nutzte eine Überzahl um schnell wieder aufzuschließen (4:4, 8.).

HSVH übersteht erste Druckphase des Spitzenreiters

Die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen warf vorne nun zu einfach den Ball weg und brachte die Magdeburger so ins Tempospiel. Erst Magnusson (5:4, 9.), dann Damgaard (6:4, 10.), sowie Gullerud vom Kreis (7:4, 11.) und erneut Damgaard (8:4, 13.) brachten den Tabellenführer mit einem 4:0-Lauf erstmals deutlich in Führung. HSVH-Trainer Torsten Jansen nahm seine erste Auszeit und stellte seine Mannschaft neu ein – offenbar erfolgreich.

Im Angriff brachte der HSVH-Coach nun sowohl Lukas Ossenkopp, als auch Jan Kleineidam und Niklas Weller und seine Wechsel fruchteten. Erst Mortensen per Siebenmeter (8:5, 14.), dann zweimal Tobias Schimmelbauer per Gegenstoß nach Parade von Johannes Bitter (8:6, 15. | 8:7, 17.) und dann erneut Casper Mortensen per Strafwurf (8:8, 19.) glichen für den HSVH wieder aus.

Bis zur Pause setzt sich der SCM erneut ab

Den ungeschlagenen Spitzenreiter beeindruckte der Zwischensprint der Hamburger allerdings nicht. Der SCM bestrafte die Fehler des HSVH weiter konsequent und setzte sich durch Damgaard bis zur 25. Minute wieder auf drei Tore ab (13:10). Lukas Ossenkopp verkürzte wenige Sekunden später zwar noch einmal auf 13:11 (25.) und nach Magnus Saugstrups Treffer zum 14:11 (26.) auch noch auf 14:12 (26.), bis zur Pause musste der HSVH dann aber doch abreißen lassen. Wenige Sekunden vor der Pause stellte der an diesem Abend überragende Damgaard (10 Treffer) auf 17:13 und schickte die Mannschaften so mit vier Toren Abstand in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel machten Damgaard, Magnusson und Co. weiter Druck und trieben ihre Führung Tor um Tor in die Höhe. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff erzielte Damgaard das 18:13 (31.) und Christian O’Sullivan erhöhte eine Minute später (19:13, 32.). Den ersten Treffer des HSVH in der zweiten Hälfte markierte Eigengewächs Jan Kleineidam mit dem 19:14 (33.). Der SCM verwaltete in der Folge seine Führung und ließ dem HSVH kaum eine Chance. Zwar hielt der HSVH seinen Rückstand erst dank Kleineidam (23:17, 38.) und Casper Mortensen (23:18, 39.) noch konstant, Magdeburg zeigte jedoch seine Klasse und zog weiter voll durch. Nach Mertens Gegenstoß-Treffer zum 26:20 (43.) betrug der Vorsprung des amtierenden EHF European League Siegers und Klub-Weltmeisters wieder sechs Tore.

Magdeburg zieht dem HSVH komplett davon

Der SCM zog das Tempo nochmal an und der HSVH rannte hinterher. Fast zehn Minuten blieb der Handball Sport Verein Hamburg in dieser Phase ohne eigenen Treffer und die Magdeburger nutzten das, um ihre ohnehin komfortable Führung weiter auszubauen. Nationalspieler Philipp Weber brachte den SCM erstmalig mit zehn Toren voran (30:20, 48.) und Kay Smits erhöhte einen Angriff später sogar auf elf Tore (31:20, 50.). Frederik Bo Andersen beendete die torlose Phase des Gastes mit einem Doppelschlag zum 31:21 (51.) und 31:22 (52.). Die Partie war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits entschieden, und Magdeburg als ungeschlagener Tabellenführer einfach zu stark für den HSVH.

Der SCM begann fleißig zu wechseln und die Mannschaft von Torsten Jansen nutzte diese Phase, um Ergebniskosmetik zu betreiben. Kapitän Niklas Weller traf zum 31:23 (52.). Die Fans des SCM feierten ihre Mannschaft und als der eingewechselte Matthias Musche nach mehr als einem Jahr verletzungsbedingter Pause zum 32:23 (55.) traf, stand die Halle endgültig Kopf. Den Schlusspunkt des Abends setzte Casper Mortensen mit seinem dritten verwandelten Siebenmeter-Strafwurf (59.) zum 32:24-Endstand.

Das Jahr positiv abschließen

Die Niederlage in Magdeburg ist für den HSVH kein Beinbruch, auch wenn Weller und Co. auf die Minimalchance gehofft hatten. Der HSVH muss seine Punkte zum Klassenerhalt gegen andere Gegner sammeln. Die nächste Chance bietet sich gleich nach Weihnachten: Am Montag, den 27.12., geht es für den Handball Sport Verein Hamburg bereits mit dem Rückrundenstart gegen den Bergischen HC (19:05 Uhr, Sporthalle Hamburg) weiter. Gegen den BHC hat der HSVH noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, wo die Hamburger chancenlos unterlegen waren. Und natürlich will der HSVH das erfolgreiche erste halbe Jahr in der 1. Liga möglichst mit einem positiven Ergebnis abschließen. Im Anschluss geht es für die Hamburger in die wohlverdiente Winterpause, ehe am 12.01.2022 die Vorbereitung auf die restlichen 16 Spiele der Saison beginnt.

2.500 Zuschauer gegen BHC erlaubt

Für das Spiel gegen den BHC werden nach angepasster Verordnung der Stadt Hamburg 2.500 Zuschauer unter 2G zugelassen sein. Da bereits die maximale Zahl an Tickets vergeben ist, sind keine weiteren Tickets mehr erhältlich und das Spiel ist ausverkauft.

Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir verloren haben. Magdeburg hat die Partie eigentlich immer unter Kontrolle und gewinnt auch in der Höhe absolut verdient. In der Anfangsphase bleiben wir noch dran, machen dann aber zu viele einfache Fehler. Der SCM macht es aber natürlich auch sehr gut. Die wissen, wie moderner Handball funktioniert und nutzen das perfekt aus. Niklas Weller 

SPIEL-STATISTIK

HAMBURG: Bitter (12 Paraden), Vortmann (3) – Mortensen (6 Tore / 3 Siebenmeter), Ossenkopp (4), Weller (3), Andersen (3), Kleineidam (2), Forstbauer (2), Schimmelbauer (2), Späth (1), Bauer (1), Bergemann (1), Valiullin (1), Theilinger, Tissier

Johannes Bitter:

12

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